Heide Für viele Heider Kinder ist seit diesem Montag einiges anders. Anstatt sich bequem von einem sogenannten Elterntaxi vor dem Schultor absetzen zu lassen, nehmen sie den Weg zur Lehranstalt am Schulweg 64 selbst in die Hand.

Ansporn erhalten sie dabei durch ihr Schulwegtagebuch, welches sie mit dem Beginn der bundesweiten Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“ im Unterricht erhalten haben. In diesem sammeln sie für jeden zu Fuß, per Rad oder mit dem Schulbus zurückgelegten Schulweg Aufkleber. „Toll wäre es natürlich, wenn das Heft nach einer Woche voll ist“, erläuterte Nadine Gellfahrt, Konrektorin der Grundschule, im Gespräch mit der NWZ .

Seit 2007 wird die Aktionswoche vom Verkehrsclub Deutschland und dem Deutsche Kinderhilfswerk ausgerichtet. Die Tagebücher für die 191 Heider Grundschüler stammen aus der niedersächsischen Schulbeginn-Aktion „Kleine Füße – sicherer Schulweg“, die vom niedersächsischen Verkehrministerium, dem Gemeindeunfallversicherungsbund, dem ADAC und der Landesverkehrswacht in Zusammenarbeit mit der Polizei initiiert wird.

„Ziel ist es, den Kindern das selbstständige Bewältigen des Schulwegs beizubringen“, so Gellfahrt. Aus diesem Grund habe es auch in diesem Jahr für alle Erstklässler kostenlose Warnwesten des ADAC zum Schulbeginn gegeben.

Zu jung für den Weg ohne elterliche Begleitung seien auch die Erstklässler nicht, versicherte Gellfahrt. „Im Gegenteil, das Bewältigen des Schulwegs stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder unheimlich. Viele meiner Schüler sind stolz, wenn sie bereits nach wenigen Tagen sagen können, dass sie ganz alleine gekommen sind“, ist sie überzeugt, „und ganz alleine brauchen die Kinder auch gar nicht unterwegs zu sein. Wir haben in Heide zwar keinen Schulexpress, aber viele Kinder verabreden sich morgens für einen gemeinsamen Fußmarsch oder eine Radtour und kommen ausgeglichen bei uns an.“

Unterstützung bei der Bewältigung von Ampeln, Zebrastreifen und Verkehrsinseln erhalten die Jungen und Mädchen dabei nicht nur aus der Gruppe, sondern auch von den Lehrkräften. Besonders in den Eingangsstufen sei es üblich, den Weg eines jeden Schülers mit der Klasse gemeinsam abzulaufen, so Gellfahrt. Zudem gebe es viele Eltern, die privat mit ihren Kindern den sicheren Hin- und Rückweg übten.

„Aber auch während des Schuljahres lassen wir unsere Schüler nicht allein“, betonte die Konrektorin, „der sichere Schulweg ist auch über die Aktionswoche hinaus bei uns ein Thema.“

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