Ganderkesee Den letzten Arbeitstag als VHS-Direktor ging Rolf Schütze besonders gestärkt an. „Ich habe ihm ein besonderes Frühstück, mit Schinken und Spiegelei, zubereitet“, verriet Ehefrau Christel Schütze. Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas sprach von einem „schönen Tag“, den man „mit tiefer Dankbarkeit“ beenden könne.

Nach 38 Berufsjahren, davon 35 Jahre bei der Gemeinde Ganderkesee, wurde Rolf Schütze (62) am Mittwoch als Leiter der regioVHS Ganderkesee/Hude verabschiedet. Unter den gut 70 geladenen Gästen im Kulturhaus Müller waren Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, Hudes Bürgermeister-Vertreter Olaf Hespe, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch Altbürgermeister Hans-H. Hubmann und seine Frau Sigrid waren gekommen.

Gerken-Klaas würdigte die Leidenschaft, mit der Schütze die VHS zu einer überregional angesehenen Einrichtung gemacht hat. Er habe immer wieder Ideen für neue Projekte entwickelt, so 1996 „Aclara“ für Videokonferenzen oder die erfolgreiche Ausbildungsplatz-Initiative „Zwaig“. Er sei ein Meister darin, „Kontakte zu knüpfen und Kooperationen aufzubauen“. Er besitze sogar die Fähigkeit, „einem Eskimo einen Kühlschrank zu verkaufen“. Die Neugestaltung eines früheren Arzthauses zum Kulturhaus Müller trage seine Handschrift. Auch die Witwe des einstigen Hausbesitzers, Hanna Müller, war unter den Gästen.

Harald Menkens, Vorsitzender des Freundeskreises Haus Müller, würdigte ebenfalls Schützes Verdienste um die Kultur in Ganderkesee. Ecco Eichhorn, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins GanterART, betonte: „Ich glaube, Dein Ruhestand wird kein Stillstand.“ Als Vertreter der drei VHS-Kooperationspartner überreichten Gerken-Klaas, Wöbse und Hespe ein Bild der Bookholzberger Künstlerin Annegret Simonis.

Schütze selbst bedankte sich bei seinem Team, das auch in schwierigen Zeiten loyal gewesen sei, und bei den vielen Netzwerkpartnern. Er erinnerte an den verstorbenen Gemeindedirektor Heinz Huhs, einer der Gründerväter der VHS, und den langjährigen CDU-Fraktionschef Jochen Selke, der ihm oft mit Rat zur Seite gestanden habe.

Zum 1. September tritt Dr. Jens Krohne die Nachfolge Schützes an. Auf dessen Stuhl kann er allerdings nicht Platz neben. Das Möbelstück nahm Schütze mit: ein Geschenk seiner Mitarbeiter.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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