HUDE Wenn Kinder vor der Schule Bauch- oder Kopfschmerzen haben, kann Mobbing ein Grund für die Schulangst sein. Nach einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse leidet jedes achte Kind unter Mobbing und fühlt sich ausgeschlossen. Mit diesem Thema will sich der Huder Präventionsrat schwerpunktmäßig bis zu den Sommerferien befassen – darauf haben sich die Vertreter der verschiedenen Arbeitsgruppen am Mittwochabend bei einem gemeinsamen Treffen im Kulturhof verständigt.

Anlass der Überlegungen ist der landesweite Aktionstag für Zivilcourage und gegen Gewalt, der in Niedersachsen für den 15. März ausgerufen wurde. Weil körperliche Gewalt an Huder Schulen derzeit jedoch zum Glück kein dringliches Problem darstellt, will sich der Präventionsrat auf das Mobbing als Form von psychischer Gewalt konzentrieren.

Kultur des Hinsehens

„Auch dort ist eine Kultur des Hinsehens nötig“, betont Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit. Weil es aus ihrer Sicht für Kinder bereits ein gut funktionierendes Netz mit Vertrauenspersonen und Ansprechpartnern gibt, will der Präventionsrat vorrangig versuchen, Eltern Hilfestellung zu geben. „Wir wollen Eltern stärken“, erläutert Birgit Lohmann-Liebezeit.

Bevor sich das im Kulturhof im Vorjahr als Informationsforum etablierte „Elternfrühstück“ und das im Januar erstmals angebotene „Elterndinner“ mit Mobbing beschäftigen, steht zunächst einmal das Thema Medienerziehung auf dem Programm. Beim Frühstück am 19. April soll es um die Nutzung von Handys und Gameboys sowie um Fernsehkonsum von Kindern gehen, beim Dinner am 4. Mai steht das Thema Computer im Mittelpunkt.

In ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr machte Lohmann-Liebezeit deutlich, dass die Sprechstunde der „Schreibaby-Ambulanz“ in Hude stark frequentiert wird.

Kostenfreie Hilfe

Seit Juni 2009 bieten der Diplom-Psychologe Thomas Harms und sein Team im Kindergarten „Gänseblümchen“ wöchentlich kostenfreie Hilfe an. Angesprochen sind Eltern, die mit ihren unruhigen Säuglingen oft hilflos sind, Eltern, die Impulse haben, ihre Säuglinge oder Kleinkinder zu schlagen, sowie Eltern, deren Säuglinge über mehrere Stunden am Tag schreien oder auch zu Schlafzeiten nicht beruhigt werden können. Elf Familien werden von der „Schreiambulanz“ in Hude betreut. Wer sich für die „Schreibaby-Sprechstunde“ anmelden möchte, kann dies unter 04408/809894 oder 0421/341236 tun. Die Finanzierung des Angebots ist jedoch nur noch für ein halbes Jahr gesichert, bedauert Birgit Lohmann-Liebezeit. Sie hofft auf Sponsoren, die sich bei ihr unter 04408/923156 gerne melden können.

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