Wildeshausen „Wir werden einen Hund in der Klasse haben“, platzt es aus Ron Pieper heraus. Der Fünfjährige weiß schon ganz genau, wer seine Klassenlehrerin sein wird, nämlich Frau Feder, in welche Klasse er kommt, die 1c, und wer der spannendste Klassenkamerad ist – Pelle, Frau Feders Hund. Dienstags sitzt Pelle mit im Unterricht der Klasse 1c – wer weiß, vielleicht fängt er irgendwann noch zu rechnen an.

Schnuppertag an Schule

Von Pelle erzählt hat Theis Pieper, Rons großer Bruder. Der gehört jetzt nämlich schon zu den Großen und geht in die dritte Klasse der Wallschule Wildeshausen.

Seine Klassenlehrerin kennt Ron aber nicht nur aus Erzählungen. „Vor den Ferien waren wir bei einem Infonachmittag. Da haben die Kinder die Lehrerin kennengelernt und sich ihr Klassenzimmer angeschaut“, erzählt Mama Dorina Pieper.

Wie er zur Schule kommt, weiß Ron auch schon. „Das haben wir geübt.“ Morgens schwingt er sich zusammen mit seinem Bruder aufs Rad und fährt die Straße hinunter zur Bushaltestelle. „Dafür reflektiert mein Schulranzen. Dann sehen mich die Autos besser“, weiß Ron. Zur Sicherheit kommt noch eine orangene Warnweste dazu. Dann gehts für die Kinder aus Düngstrup in den Schulbus. Mittags nach der vierten Stunde muss Ron alleine nach Hause, denn Theis hat ja noch eine Stunde länger Schule. Zum Glück muss er das am ersten Tag ja noch nicht alleine hinbekommen.

Am Sonnabend beginnt der Einschulungstag mit einem Gottesdienst in der Alexanderkirche. Zu Fuß geht’s dann zur Schule und nach einer Feier in der Sporthalle klingelt es zur ersten Schulstunde für Ron und seine neuen Klassenkameraden.

Wahrscheinlich aber ohne Pelle, so ein Einschulungstag ist ja schon ohne Vierbeiner aufregend genug.

Am meisten freut sich Ron auf seine Schultüte – ob die wohl auch so schön und groß sein wird, wie die seines Bruders? Mit Theis’ alter Schultüte darf Ron schon einmal üben, wie man so ein großes Kunstwerk fürs Foto überhaupt hält. „Die Patentanten übernehmen das Basteln der Schultüte. Es ist also nicht nur für Ron eine Überraschung, sondern für die ganze Familie“, verrät Mama Pieper.

Bücher sind gepackt

Rons Schulranzen steht für den ersten richtigen Schultag schon bereit. Die Federmappe ist prall gefüllt mit Blei- und Buntstiften, die Hefte und Bücher sind alle ordentlich in Schützhüllen eingepackt und verstaut.

Aber auf die Frage, was er in der Schule lernen möchte, sagt Ron nicht etwa lesen oder rechnen, sondern: „Ich möchte turnen lernen.“

Den ganzen Vormittag nur sitzen und zuhören ist ja auch wirklich schwierig. Deshalb ist Dorina Pieper auch sehr froh darüber, dass die Wallschule nicht nur eine Verlässliche Grundschule ist, sondern auch viel Wert darauf legt, dass die Kinder sich ausreichend bewegen können.

Ron fängt langsam an auf seinem Stuhl zu zappeln, 45 Minuten Unterhaltung sind so lange wie eine Schulstunde – Zeit, wieder mit Theis im Garten zu toben.

Lina Brunnée Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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