RHADE /NEERSTEDT „Ich bin gespannt, ob wir ein paar Wildschweine aufscheuchen können“, hoffte Patrick Stefan. Der 11-Jährige aus Nuttel war einer der acht Teilnehmer der Ferien-Pass-Aktion „Spurensuche im Wald bei Einbruch der Nacht“. Die Leiterin der Gruppe, Gudrun Löhlein vom Dötlinger Präventionsrat der Kindertagesstätten und Grundschulen, hatte sich in Rhade eine Menge für die jungen acht- bis elfjährigen Spurenleser ausgedacht.

Los ging es am Rhader Sand direkt hinein in den Wald. „Wir sind mächtig gespannt, was uns nun erwartet“, war die Vorfreude bei den beiden einzigen Mädchen der Gruppe, Maya Rippe und Lina Oltmann, groß. Zunächst wussten die beiden Neerstedterinnen nicht, warum sie sich, wie die anderen auch, die vorher selbst gebastelte blickdichte Brille aufsetzen sollten und dann hintereinander nur durch ein Seil verbunden marschieren sollten. „Die Kinder sollen für den Wald und die Natur sensibilisiert werden und hauptsächlich auf die Geräusche im Wald achten“, so Löhlein.

In der Tat: Nach dem Aufsetzen der Brillen war die anfangs etwas unruhige Truppe schlagartig still und lauschte gespannt. Nach ein paar hundert Metern machte der „Leinentreck“ erstmals eine kurze Pause. Die Neerstedterin besprach mit den Teilnehmern die Verhaltensregeln im Wald. Auf der Entdeckungstour erkletterten die Kids nicht nur diverse Hochsitze, sondern sie beobachteten den Weg der Tiere zur „Rehtränke“ ebenso wie die straffe Organisation von Ameisenvölkern und das Anlocken von Insekten mit Hilfe von Taschenlampen und weißen Tüchern.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Für jeden Teilnehmer war etwas dabei. Während Michel Macke aus Aschenstedt sich „besonders für die Tierwelt“ begeisterte, lag der Schwerpunkt bei Patrick Stefan im „Entdecken von Spuren“ und dem „Finden von Sachen“.

Zum Abschluss bekam jedes Kind einen knapp 80-seitigen Arbeitsordner mit. Darin gibt es nicht nur bildliche und schriftliche Darstellungen zum Lebens- und Ökologieraum Wald. Die Kinder finden auch immer wieder Arbeitsblätter mit Aufgaben, um das gerade Erlernte selber zu überprüfen. „Der Sinn dieser Aktion liegt darin, Kindern durch Wahrnehmen und Beobachten die schöne Natur und die Ökologie des Waldes nahe zu bringen", so Löhlein.

Alle waren am Ende „total begeistert“. Lediglich die Hoffnung von Patrick Stefan, ein paar Wildschweine zu jagen, ging nicht in Erfüllung. Zwar fanden die Kinder deren Spuren, doch für einen Kontakt mit diesen Wildtieren war die Gruppe „eine Spur zu laut“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.