Erwachsenenbildung
„Mehr Geld auf dem Land nötig“

Karin Pieper hält ein Bildungszentrum in Ahlhorn für sinnvoll. Dort lebten viele Menschen, die gefördert werden müssten.

Bild: Christoph Koopmeiners
Wiedergewählt: der Vorstand und Beirat der Arbeitsgemeinschaft der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) im Landkreis Oldenburg mit (von links) Karin Pieper, Christa Meenken, Klaus Bigalke, Heide Behrens, Gesa Hellbusch, Waltraut Schmidt, Andrea Naber, Dette Zingler, Bernhard Wolff und Jürgen Logemann.Bild: Christoph Koopmeiners
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Spasche Die am Montag wiedergewählte Vorsitzende der LEB-Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Oldenburg, Andrea Naber aus Huntlosen, fordert mehr Geld für den ländlichen Raum. „Die Erwachsenenbildung in Niedersachsen kann nicht genug wertgeschätzt werden“, sagte sie während der Mitgliederversammlung in Spasche. Die LEB benötige mehr Förderung für ihre Arbeit. Das sei nicht nur ein Signal für die ehrenamtliche Arbeit, sondern auch dafür, den ländlichen Raum lebendig zu halten. Naber ist seit 2009 Vorsitzende der LEB-Arbeitsgemeinschaft.

In ihrem Geschäftsbericht machte sie deutlich, dass die Zahl der Unterrichtsstunden stagniere (Infobox). Das liege aber vor allem daran, dass die LEB personell und räumlich an ihre Grenzen gestoßen sei. „Die Nachfrage ist da“, unterstrich auch Geschäftsführer Bernhard Wolff. Doch die Geldmittel für den ländlichen Raum seien zu gering.

Angesichts der Raumprobleme in der Gemeinde Großenkneten mit den zahlreichen Integrations- und Sprachkursen wandte sich LEB-Regionalleiterin Karin Pieper an Beiratsmitglied Klaus Bigalke, der auch Erster Gemeinderat in Großenkneten ist. „Wir brauchen ein Bildungszentrum in Ahlhorn. Dort leben die Menschen, die geschult, sprachlich gefördert und in Arbeit gebracht werden müssen.“ Bekanntlich ist der Anteil der EU-Migranten und geflüchteten Menschen in Ahlhorn überproportional hoch. In Großenkneten und Huntlosen würden solche Integrations- und Sprachkurse nicht angenommen.

Der neue Mitarbeiter im LEB-Regionalbüro, Carsten Wefer, stellte ein dreijähriges Projekt vor, bei dem es um Chancen der Digitalisierung im ländlichen Raum geht. Die LEB hat den Förderantrag eingereicht und erwartet bald den Bescheid. Konkret geht es um Demenz und digitale Selbsthilfe auf dem Land. „Die meisten Menschen werden zu Hause gepflegt“, so Wefer. „Wir wollen Hilfestellung in der Pflege geben.“ Dafür sollen die pflegenden Angehörigen für die digitale Welt sensibilisiert und durch Schulungen kompetenter gemacht werden. Zunächst sollen die Menschen auf dem Land ihren Bedarf definieren.

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