Wildeshausen Die Belegung der Widukindhalle und der Sporthalle des Gymnasiums Wildeshausen mit Flüchtlingen bedeutete für den Schulsport in der Kreisstadt in den vergangenen Monaten eine Herausforderung. Doch an Problemen kann man auch wachsen, und genau das ist nach Meinung von Ralf Schirakowski, Rektor des Gymnasiums, geschehen.

„Die Schulen in Wildeshausen arbeiten in dieser schwierigen Situation hervorragend zusammen“, betont er. So habe die Berufsschule, nachdem die Widukindhalle seit der vergangenen Woche wieder für den Sport frei gegeben sei, 16 Hallenstunden an das Gymnasium abgetreten. Ab diesem Montag könne es losgehen.

Auch die Grundschulen hätten sich in den vergangenen Monaten sehr kooperativ gezeigt und nachmittags Hallenzeiten für die Abiturienten zur Verfügung gestellt. Eine „einzige Erfolgsgeschichte“ sei zudem die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wie dem Wildeshauser Tanzzentrum. Den übrigen Sportunterricht habe man seit Oktober behelfsmäßig, aber kreativ im Forum, in der Pausenhalle sowie draußen abgehalten, so Schirakowski.

Nachdem die Gymnasiumhalle zunächst als Notunterkunft für neu ankommende Flüchtlinge gedient hatte, sind dort inzwischen Kontingentflüchtlinge untergebracht, die bereits im Asylverfahren sind, für die es aber noch keine Unterkünfte in den Landkreisgemeinden gibt.

Unter diesen Flüchtlingen sind rund 40 schulpflichtige Kinder. „Auch wenn diese Kinder wahrscheinlich nicht bei uns bleiben, haben wir mehr als 20 davon aufgenommen und auf die verschiedenen Klassen verteilt“, erläutert Schirakowski. Ergänzend dazu erhalten die Kinder über die eigens eingerichtete Sprachlernklasse täglich zwei Stunden Deutschunterricht.

Allzu lange wird die Halle, in der nicht nur das Gymnasium, sondern auch die Hauptschule eigentlich Sport treiben, aber wohl nicht mehr mit Flüchtlingen belegt sein. Wie Landkreissprecher Oliver Galeotti mitteilt, wird in diesen Wochen mit Hochdruck am Umbau der ehemaligen OOWV-Zählerwerkstatt am Reiherholz in Hude gearbeitet. Sobald diese Unterkunft bezugsfertig ist, möchte der Landkreis Turnhallen und Dorfgemeinschaftshäuser wieder für ihre ursprüngliche Nutzung frei geben.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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