Wildeshausen „Die Sprache ist sehr schön“, sagt Leonie Moormann (16), Schülerin am Gymnasium Wildeshausen. „Auch das Land gefällt mir.“ Mitschülerin Linda Kühn (15) hat sogar eine Freundin in Frankreich. Und wie Mitschülerin Esther Hogeback (17) nimmt sie am Austausch-Programm mit dem Nachbarland teil. Dass die jungen Frauen auch sprachlich mithalten können, haben sie bei schriftlichen und mündlichen Prüfungen unter Beweis gestellt. Studienrätin Svenja Nork überreichte am Donnerstag die sogenannten DELF-Zertifikate. Auch Schulleiter Ralf Schirakowski gratulierte.

DELF ist die Abkürzung für „Diplôme d’Etudes en Langue Française“ (Diplom für Studien der französischen Sprache). Das Diplom gilt weltweit als Nachweis grundlegender Französisch-Kenntnisse. Es wird vorausgesetzt bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in Frankreich oder Ländern wie Kanada und Belgien. Die Zertifikate werden vom französischen Bildungsministerium, dem „Ministère de l’Education Nationale“, ausgestellt, wie Nork erklärte.

Zur Vorbereitung auf die Prüfung haben die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen im zweiten Halbjahr die „Arbeitsgemeinschaft DELF“ unter Leitung Norks besucht. Die Prüfung selbst gliederte sich in zwei Teile: Die schriftlichen Arbeiten korrigierten Fachleute am Institut Français. Bei der mündlichen Prüfung waren Dozenten der Volkshochschule Wildeshausen beteiligt. Letztere Prüfung war deutlich schwerer, wie Esther Hogeback berichtete. Ein Thema aus dem Bereich Sport, Schule oder Berufsleben wurde ausgelost. Darüber mussten sich die Schülerinnen mit dem Prüfer bis zu 15 Minuten auf Französisch unterhalten.

„Trotz der Schwere der Prüfungen ist es gut gelaufen“, berichtete Fachlehrerin Nork. So legten Linda Kühn und Leonie Moormann ihre DELF-Prüfungen auf dem Niveau A2 ab. Esther Hogeback hat die Prüfung sogar auf dem Niveau B1 bestanden. Für den Abitur-Jahrgang konnte in diesem Schuljahr erstmals eine DELF-Arbeitsgemeinschaft auf dem Niveau B2, der höchsten DELF-Stufe, eingerichtet werden. Sieben Jugendliche machen hier mit.

„Französisch ist wieder im Kommen“, bestätigt Studienrätin Nork. Allein 19 Schülerinnen und Schüler haben am Gymnasium den Französisch-Leistungskurs gewählt. „Unsere Schule strengt sich in diesem Bereich besonders an“, sagte Schirakowski und würdigte zugleich das Engagement der Lehrkräfte. Zu einer guten Pädagogik gehörten nicht nur Hilfestellungen für Leistungsschwächere, sondern auch die Förderung der Besseren.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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