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Landkreis /Oldenburg Mit einer Sitzblockade und Plakaten haben Donnerstagmittag der zwölfte und elfte Jahrgang der Graf-Anton-Günther-Schule gegen die Schließung der Cafta – eines nur ihnen zur Verfügung stehenden Aufenthaltsraums – protestiert.

Auslöser des Streiks war die Entscheidung der Schulleitung, die Cafta räumen zu lassen. Das Inventar wurde von Siebtklässlern in – auf dem Schulhof abgestellte – Container geworfen, das brachte das Fass zum Überlaufen, wie die Schülersprecher Frieso Brink (11.) und Emma Fenne (12.) erzählen.

Die Wogen glätteten sich erst nach einer längeren Gesprächsrunde in der Mensa des Gymnasiums. Schülervertreter und Schulleitung einigten sich darauf, im April weitere Gespräche über einen Aufenthaltsraum zu führen und fest einzuhaltende Nutzungsregeln aufzustellen. Ob dies die Cafta sein wird, ist fraglich. Erst einmal soll der Raum während der Sanierung der Schule als Zwischenlager genutzt werden.

Schulleiter Wolfgang Schoedel räumt ein, dass es in der Sache eindeutig „Kommunikationsfehler“ gegeben habe. Er betonte in einem zusammen mit Schülervertretern geführten Gespräch mit der NWZ, die Schließung der Cafta sei von ihm rechtzeitig mitgeteilt worden. Sein Eindruck: Die Begründung dafür sei auch von den Schülern akzeptiert worden. Künftig wolle man Wege finden, dass sich ähnliche Missverständnisse nicht wiederholten.

Unstrittig zwischen Schulleitung und Schülervertretern ist, dass der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, traditionell „lehrerfreie Zone“, in jedem Schuljahr für Probleme sorgte. Reinigungskräfte beschwerten sich u.a. über den Verschmutzungsgrad des Raums. Jüngster Vorfall soll laut Schulleitung ein Aufbruchsversuch an der verschlossenen Tür gewesen sein. Die Cafta ist der traditionelle Aufenthaltsraum der Zwölftklässler in den Freistunden. Elftklässler dürfen ihn während der Pausen ebenfalls nutzen.

In den Osterferien beginnt in der GAG der Umbau der Schulaula in ein multifunktionales Forum. Es soll auch als Aufenthaltsraum für alle Jahrgänge genutzt werden. Die Oberstufe erhält demnach auf der Empore einen eigenen Bereich, der allerdings nicht völlig geschlossen sein wird.

Gerade aus Sicht des elften Jahrgangs ist die Entwicklung bitter. Die Seminarfahrt habe man dem Jahrgang schon gestrichen, jetzt auch noch den eigenen, abgeschlossenen Aufenthaltsraum, beklagt Sebastian Sanders. „Wir sind doch die Verlierer.“ Der zwölfte Jahrgang steht in den letzten Wochen seiner Schulzeit nun ohne den geliebten Rückzugsraum da. „Für uns ist das ein trauriges Schulende“, sagt Emma Fenne.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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