Wildeshausen Stolz präsentieren Jan-Henrik Wulf (Sekundarstufe II) und Jannis Hannekum (Sekundarstufe I) ihre Urkunden. Gerade haben sie in ihren Gruppen den Schulentscheid des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ gewonnen und dürfen Ende Januar zum Regionalentscheid nach Bruchhausen-Vilsen fahren. Begleitet werden sie von den Zweiplatzierten aus der Sekundarstufe I, Anneke von der Ecken, und aus der Sekundarstufe II, Lena Kolloge, die sich ebenfalls für die Teilnahme qualifiziert haben.

Zuvor hatten 16 Jugendliche – je acht aus der Sek. I und Sek. II – ihre rhetorischen Fähigkeiten in spannenden Debatten unter Beweis gestellt. Jeweils zwölf Minuten lang galt es, gezielt über strittige Themen zu diskutieren – eingeteilt in Vierergruppen. Fast zwei Wochen hatten die Schüler Zeit, sich auf die Debatte vorzubereiten. „Sie haben die Themen von uns am 3. Januar bekommen“, sagt Schulpressesprecher Horst Strömer. Dementsprechend wortgewandt präsentieren sich die Jugendlichen bei ihren Debatten über die Themen „Soll der theoretische Teil im Sportunterricht erhöht werden“ (Sekundarstufe I) und „Soll das Streikrecht für Beschäftigte im Öffentlichen Personennahverkehr eingeschränkt werden“ (Sekundarstufe II).

Am Ende sei es „eine sehr knappe Entscheidung gewesen“, erklärten die Juroren. Ausschlaggebend für den Sieg waren vor allem die intensive Vorbereitung auf das Thema, eine klare Struktur bei den Beiträgen, die angemessene sprachliche Darstellung und das Eingehen auf die Gesprächspartner bei der Debatte, erklärt Strömer. Ansonsten achtete die Jury auch auf spontane Reaktionen und Einwände sowie auf die Konzeption am Schluss. Die Mitorganisatoren Birgit Bruhns, Tanja Krönke und Heiner Krieger lobten alle Teilnehmer und sprachen „von Kritik auf hohem Niveau“.

Durch den Wettbewerb „sollen die Schüler lernen, dem Gegenüber zuzuhören, bei Auseinandersetzungen auch andere Meinungen zu respektieren und schnell auf den Punkt zu kommen“, erklärt Strömer.

Für die Schüler des Wildeshauser Gymnasiums sind rhetorische Übungen und Kurse fester Bestandteil ihres Lehrplans. In der Sekundarstufe I werden Rhetorik und Debatten im Deutschunterricht behandelt, in der Oberstufe können entsprechende Kurse belegt werden, sagt Strömer.

In diesem Jahr nimmt das Wildeshauser Gymnasium zum ersten Mal an „Jugend debattiert“ teil. „Wir sind glücklich, noch einen Platz bekommen zu haben“, erklärt Strömer. Höchste Ebene ist der Bundesentscheid.

Eine schöne Geste abseits des Wettbewerbs: Um der Opfer der Terroranschläge in Paris zu gedenken, wurde in der Schule eine Solidaritätssäule errichtet.


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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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