Ganderkesee Irgendwann ist die Schulzeit vorbei – und was kommt dann? Die Auswahl an möglichen Berufen und Ausbildungen scheint unendlich groß zu sein. In einige bekamen die Schüler der 10. und 11. Klassen des Gymnasiums Ganderkesee am Dienstag bei der vierten Berufsbörse schon mal einen Einblick.

23 Referenten aus unterschiedlichen Berufsfeldern stellten ihre Tätigkeiten vor. Insgesamt 227 Schüler hatten im Voraus mindestens drei und maximal fünf verschiedene Workshops gewählt, in denen entweder Studierende oder Berufstätige in 45 Minuten ihre Aufgabenbereiche erklärten und den Schülern anschließend ausreichend Zeit für ihre Fragen ließen.

Lars Riedel, ehemaliger Schüler des Gymnasiums, studiert Medienwirtschaft und Journalismus. Er war gerne dazu bereit, einen Workshop an seiner ehemaligen Schule anzubieten. „Ich habe noch Kontakt zu ehemaligen Lehrern und besuche gern Veranstaltungen der Schule, wenn ich Zeit dazu habe.“

Auch Cornelia Isert hatte Spaß daran, den Schülern Näheres über ihren Beruf zu erzählen. Sie ist Biotechnologin und stellte die typischen Geräte vor, mit denen sie arbeitet. Isert zog Vergleiche aus dem Alltag hinzu, um den Schülern die Technik zu veranschaulichen. So verglich sie zum Beispiel den Systec Autoklav mit einem Schnellkochtopf, der auf 120 Grad erhitzt wird. Jonas Albrecht aus der 11. Klasse verriet, warum ihn dieses Berufsfeld reizt: „Ich habe Interesse an Biologie und an Technik. Biotechnologie hört sich nach einer Verbindung von beidem an.“

Mitschülerin Ricarda Gnaase besuchte den Vortrag zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Ausland. „Durch den Workshop habe ich einen besseren Eindruck davon gewonnen“, sagte die Zehntklässlerin. Johanna Breyer interessierte sich für ganz unterschiedliche Dinge: FSJ, Lehramt und Musik als Beruf.

Schulleiterin Dr. Renate Richter erklärte, dass die Berufsbörse für die Schüler eine aufregende Situation sei: Sie könnten Personen aus der Praxis nach ihren Berufen befragen und Insider-Informationen erhalten. „Der Reiz ist, dass die Referenten Klartext reden. Sie bewerben ihren Beruf nicht.“ Die Schüler seien bezüglich ihrer Berufswünsche auf einem unterschiedlichen Stand: „Einige haben schon feste Vorstellungen. Andere sind noch offen für Anregungen.“

Nach der Berufsbörse werden die Schüler befragt, was ihnen gefallen hat und welche Berufsfelder sie sich für das nächste Jahr wünschen. So wurde diesmal ein Referent aus der Bundeswehr eingeladen – sowohl auf Wunsch von Jungs, als auch von Mädchen.

Die Referenten

24 Berufstätige stellten ihre Arbeit vor: Christian Dürr (FDP-Landtagsabgeordneter), Hans Wenig (Werbetechniker), Cornelia Isert (Biotechnologin), Björn Homburg (Duales Studium Mechatronik), Lars Riedel (Student Medienwirtschaft/Journalismus), Björn Knölke (Sozialpädagoge), Dr. André Schedemann (Chemiker), Dr. Stefan Heimann (Arzt), Charlotte Gruhn (Apothekerin), Laura Presche (FSJ Sport, TSV Ganderkesee), Karin Meyer-Harms (Diplom-Psychologin, Heilpraktikerin), Franz Meußdoerffer (Oberleutnant zur See/Bundeswehr), Annelie Lenz (Polizeibeamtin), Marijke Oldenhage (Diplom-Psychologin), Aileen Hönerloh (FSJ im Ausland), Anja Kruse (Uni Oldenburg, Expertin für Psychotherapeutische Berufe), Sybille Cramer (Tierärztin), Michael Uken/Kai Beecken (Kaufmänner Groß- und Außenhandel/ Starofit), Carolin Melle (Betriebswirtin Gärtnerei Melle), Rita Wieneke (Lehrerin/Grundschule Lange Straße), Daniel Lachmund (Sport- und Fitnesskaufmann), Thorsten Ahlrichs (Kreiskantor/Berufsmusiker), Detlef Schmidt (Industriemechaniker/Arcelor Mittal).

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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