AHLHORN AHLHORN/FJ - „Das ist schon ein ungewohntes Gefühl", meint der 14-jährige Paul Bauer und zupft noch einmal an seinem Jackett. Neben ihm steht Lennart Schümmler und richtet seine Krawatte. „Selbst gebunden“, sagt der 13-Jährige.

Grund für die festliche Kleidung der beiden Jugendlichen ist der zweite Rosenmontagsball im Forum der Graf-von-Zeppelin-Schule Ahlhorn. Auch die rund 200 weiteren Ballbesucher, Schüler der Haupt- und Realschule sowie des benachbarten Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, haben sich am Montagabend in Schale geschmissen: Elegante Ballkleider bei den Damen, Anzug und Krawatte bei den Herren bestimmen das Bild.

Zur Freude der Initiatoren um Schülersprecherin Jennifer Tantow: „Ich finde den festlichen Charakter gut“, sagt sie und schreitet zur offiziellen Eröffnung des Abends. Vor Publikum sprechen, das ist jedoch gar nicht ihr „Ding“: „Ich bin ganz schön aufgeregt“, gesteht sie. Doch die Begrüßung klappt reibungslos, und die Jugend beginnt zunächst zögerlich zu tanzen.

„Da gehört viel Mut zu“, meint SV-Lehrer Wolfgang Mersch, der den Ball mit Sozialpädagogin Barbara Christidis von seiten des Kollegiums organisiert. Vielleicht liegt es auch am Eröffnungstitel „Summer of 69“ von Bryan Adams – zum Paartanz weniger geeignet. Richtig voll wird es unter der Spiegelkugel erst, als die vier Discjockeys Alexander Bach, Sebastian Hapelt, Marc Heitzhausen und Jannick Poppe (Schüler der R9a) die Black Eyed Peas mit „My Humps“ auflegen. Dazu blitzen die bunten Scheinwerfer auf und Kunstnebel wabert durch das Forum.

Mit dem grassierenden Tanzfieber haben die DJ's wohl gerechnet und vorgesorgt. Alle vier sind in Maleranzüge gehüllt, sie tragen Mundschutz und erinnern verdächtig an die Helfer in den Vogelgrippe-Sperrzonen. „Musik aus“, rufen sie durchs Mikrofon, die Tanzenden machen Platz für Arne Neuburg und Hinnerk Wilken, die eine Darbietung am Schlagzeug vorbereitet haben.

Arne Neuburg aus der H9a legt los. Wer das Stück „Played-a-Live“ von Safri Duo kennt, weiß welch schweißtreibende Aufgabe sich der Schüler vorgenommen hat. Den Schlägen auf die Bongo-Trommeln vermag das Auge kaum zu folgen. Nach knapp drei Minuten ist's vorbei. „So viele Zuhörer wie heute hatte ich noch nie“, erzählt Neuburg.

Und in der Tat: Die Besucherzahlen seien etwa doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr, meint Wolfgang Mersch. Die Stimmung ist gut, den meisten Gästen gefällt es offenkundig, was insbesondere Jennifer Tantow freuen dürfte, die gemeinsam mit ihren Klassenkameraden und weiteren Schulfreundinnen maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt war.

Letztlich ist der Erfolg für alle Schüler erfreulich. Denn: Die Einnahmen aus dem Rosenmontagsball sollen der Verschönerung der Schule zugute kommen und für einen Schüleraustausch zur Partnergemeinde nach Evergem im kommenden Jahr verwendet werden.

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