Ganderkesee Für viele Eltern ist es ein bekanntes Dilemma: Elternabende oder Einkäufe stehen an – aber wer passt auf die Kinder auf? Wenn die Familie nicht aushelfen kann, werden oftmals Babysitter engagiert. Und wenn sich im Bekanntenkreis niemand Geeignetes findet, verspricht beispielsweise das Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises Oldenburg Abhilfe.

Hier erhalten Familien nicht nur Informationen zu allen Arten der Kinderbetreuung, sondern auch eine Übersicht aller freien Plätze in einer Betreuungsbörse im Internet. Dort werden auch Babysitter aufgeführt, aber als Betreuer gelistet wird nicht jeder ohne Weiteres.

„Unsere Aufgabe ist es, die Babysitter zu qualifizieren“, erklärt Hildegard Schmitz-Neumann vom Familienbüro. Die Qualifikation erfolgt in Kooperation mit den Volkshochschulen im Landkreis, in der Regel finden die Kurse als Schul-AG für Jugendliche ab 14 Jahren statt. „So ein Babysitterkursus dauert insgesamt 28 Stunden, inklusive eines Erste-Hilfe-Kurses“, so Schmitz-Neumann. Zudem werden Themenbereiche wie Erziehung, Ernährung und Kinderspiele behandelt. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Absolventen ein Zertifikat, die Babysittercard. Der Besitz der Karte berechtigt dann zum Eintrag in das Babysitterverzeichnis.

„Wir bilden die Babysitter aber nur aus, danach haben wir keinen Einfluss mehr“, betont Schmitz-Neumann. Die Verantwortung obliege den Eltern, die selbst Kontakt aufnehmen und eine Entscheidung fällen müssen. Allerdings liefert das Familienbüro im Internet eine ganze Liste von Hinweisen, die sowohl die Eltern als auch die Babysitter für eine möglichst problemlose Zusammenarbeit befolgen sollten.

Am wichtigsten ist der erste Eindruck, der von beiden Seiten direkt stimmen muss. Auch sollte man sich viel Zeit lassen, um grundlegende Erziehungsfragen zu klären. Dazu zählen zum Beispiel Fernsehzeiten und Einschlafrituale. Außerdem sollten die Kinder ihren Babysitter im Beisein der Eltern kennenlernen.

Während die Babysitter in der Börse des Familienbüros qualifiziert sein müssen, sieht das bei kommerziellen Betreuungsportalen im Internet anders aus. Hier bieten viele Nutzer auf selbst erstellten Profilen ihre Dienste an, nicht nur Jugendliche. Aber ihre Eignung und die Richtigkeit der Angaben wird nicht überprüft. Zusätzlich könnten auf solchen Portalen immer auch Fake-Profile stehen – wer hier eine Betreuung sucht, sollte also vorsichtig sein. Die Hinweise des Familienbüros gelten für diese Portale natürlich genauso, und Eltern sollten sich vorab auf jeden Fall persönlich mit dem potenziellen Babysitter treffen.

Die nächsten Babysitterkurse im Landkreis sind übrigens schon in Planung, danach stehen wohl wieder einige neue Betreuer zur Verfügung. Und wenn man alle Ratschläge befolgt, sollte etwas Freizeit nichts mehr im Wege stehen.


Alle Tipps und Hinweise zum richtigen Babysitter unter   lkol.betreuungsboerse.net 
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