WILDESHAUSEN Plattdeutsch-Unterricht hilft dabei, die regionale Identität zu bewahren, hieß es. Fünf Schüler nehmen am Regionalwettbewerb teil.

Von Anja Biewald

„Viele Schüler haben am Plattdeutschen Lesewettbewerb teilgenommen, nur einer kann am Ende der Sieger sein. Gewonnen habt Ihr aber alle“, sagte Ernst-August Bode von der Oldenburgischen Landschaft und meinte damit die Fähigkeit der Kinder, Plattdeutsch zu sprechen. Am Montagnachmittag wurden die fünf Gruppengewinner des Kreisentscheids des Lesewettbewerbs der Oldenburgischen Landschaft im Wildeshauser Gymnasium ermittelt. 35 Kinder aus 19 Schulen aus dem Landkreis gingen an den Start – zuvor hatten sie sich bei Wettbewerben in ihren Schulen durchgesetzt: Bei den Drittklässlern hatte Nils Kolhoff von der St.-Peter-Grundschule in Wildeshausen die Nase vorn. In der zweiten Gruppe mit den Schülern der vierten Klassen, gewann Neele Rowold von der Grundschule in Großenkneten. Für die fünften und sechsten Schulklassen gewann Michael Steenken, Schüler des Wildeshauser Gymnasiums, den Lesewettbewerb. Unter den Siebt- und Achtklässlern konnte Alina Wellmann von

der Waldschule in Sandkrug punkten. Bei den Teilnehmern der neunten und zehnten Klassen war Alexander Theile vom Gymnasium Wildeshausen der Beste. Alle Gewinner werden beim Regionalwettbewerb am 15. Juni in Stapelfeld ihr Können beweisen.

Ernst-August Bode betonte in seiner Rede, dass es sich beim Plattdeutschen um eine anerkannte Regionalsprache handele – und nicht etwa nur um einen Dialekt „wie das Bayerische“. Bode richtete seinen Dank an alle, die das Plattdeutsche bewahren und erhalten. Allen voran nannte er Detmar Dierks, der 28 Jahre lang verantwortlicher Koordinator für den Lesewettbewerb im Landkreis war. Dierks Nachfolger ist Johann Struthoff, Lehrer am Wildeshauser Gymnasium. Landrat Frank Eger ist Schirmherr des Wettbewerbs und bedauerte gestern, dass er selbst in der Schule kein Plattdeutsch im Unterricht lernen konnte: „Damals war das verboten.“ Umso mehr schätze er die Menschen, die das Plattdeutsche als identitätsstiftendes Element für diese Region erhalten würden. Ein Gedanke, den Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi in seiner Rede teilte.

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