LANDKREIS /CLOPPENBURG Erfolgreich waren die Kreisreiter in Cloppenburg. Bei den Weser-Ems-Meisterschaften gab es vier Medaillen.

von michael heinen LANDKREIS/CLOPPENBURG - Kreisreiterchef Hanno Naber ist bekannt dafür, dass er seinen Reiter viel zutraut, aber bei den Weser-Ems-Meisterschaften in Cloppenburg sind seine Erwartungen weit übertroffen worden. Mit einer Goldmedaille, einem Vize-Meistertitel und zwei Akteuren auf dem Bronzerang gehörte der KRV Oldenburg zu den erfolgreichsten Kreisverbänden des Championats. „Ich hab meinen Reiter ganz fest die Daumen gedrückt, aber mit dieser Medaillenausbeute hätte ich nicht gerechnet“, so Naber.

Nervenstärke bewies die 15-jährige Lena Teichert von der WRS Dötlingen. Die Dressurreiterin lag nach der ersten Wertung auf Platz zwei in der Meisterschaftswertung. Mit diesem Resultat war sie nicht zufrieden. „Eigentlich lief es am Sonnabend auch schon gut, aber leider bekam ich von einem Richter rund 20 Punkte weniger“, so die Schülerin. Die Devise für das Finale war klar: „Besser reiten und deutlich gewinnen.“ Sogar der Junioren-Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, der zugleich auch Heimtrainer von Teichert ist, reiste eigens nach Cloppenburg und gab seiner Reiterin letzte Tipps. Die Dötlingerin zeigte im Sattel ihres 15-jährigen Westfalen Dynamik eine fehlerfreie und ausdrucksvolle Vorstellung in der M-Finaldressur. Mit 832 Punkten ritt sie sich mehr als 30 Punkte Vorsprung heraus und hatte die Goldmedaille sicher. Es war für sie gleichzeitig der erste Titelgewinn bei einer Landesmeisterschaft.

Eine Steigerung von Prüfung zu Prüfung gelang auch Claudia Schröder vom RV Höven. In den ersten beiden Wertungen der Klasse S war sie noch weit von einem Medaillenplatz entfernt. Aber im Finale, das in einer S-Dressur Intermedaire I ausgeritten wurde, zeigte sie im Sattel von Lanzelott Klasse. Mit 796 Zählern und Platz vier rückte sie auf den Bronzeplatz vor. Damit zeigte Schröder, die 2005 noch überraschend Bronze gewann, dass sie mittlerweile zu den besten Dressurreiterinnen im Lande gehört.

Freude und zugleich Enttäuschung konnte man von den Augen von Christian Siemer ablesen. Der Dötlinger gewann in der Meisterschaftswertung Springen die Silbermedaille, es wäre aber mehr drin gewesen. Doch im Finale, einer Springprüfung der Klasse S mit Stechen, verpasste er im Sattel von Carlsson vom Dach mit einem Abwurf die Teilnahme am Jump-Off und belegte nur Rang 17. Doch durch zwei erstklassige Runden in den ersten beiden Wertungen der Klasse S sicherte er sich die Vizemeisterschaft. Ähnlich erging es Rolf Moormann vom RV Ahlhorn. Auch er verpasste das Stechen und belegte mit Actros den Bronzerang. Anders erging es Vereinskamerad Iver Börnsen. Bei ihm lief es in den ersten beiden Wertungen nicht, dafür startete er aber im Großen Preis durch. Mit Aglaia absolvierte er das Stechen fehlerfrei in 41,07 Sekunden. Er belegte Platz drei und kassierte immerhin 1500 Euro Preisgeld.

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