Wildeshausen 24. August im Jahr 79 in Pompeji: Ein Lehrer will gerade auf seinen dummen Schüler einprügeln, während die anderen sich wegducken, als mächtiges Grollen eine Katastrophe ankündigt. Der Vesuv bricht aus und begräbt alles unter sich. Eine mächtige Decke aus Asche konserviert über die Jahrtausende Schüler und Lehrer. Nachdenklich schlendert eine Touristin im Jahr 2016 durch die Szenerie und betrachtet die mumienartigen Opfer.

Preis: Justin Rein

Neben der Antike-AG wurden auch die weiteren Preisträger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen 2016 im Bereich der niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Osnabrück, am Freitag in Wildeshausen ausgezeichnet.

Am Teamwettbewerb hat das Gymnasium Wildeshausen in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen.

Mit Justin Rein, der für Englisch teilgenommen hat, stellten die Wildeshauser auch einen Einzelsieger bei den dritten Landespreisen. Insgesamt nahmen acht Achtklässler aus der Kreisstadt am Einzelwettbewerb (Solo) teil (Latein/Englisch). Die Fachgruppe Latein unterstützt seit vielen Jahren im Sinne der Begabtenförderung Schüler bei der Teilnahme am Einzelwettbewerb.

Gänsehaut, Stille und dann donnernden Applaus erntete die Antike-AG der Klasse 8c des Wildeshauser Gymnasiums am Freitagvormittag für ihr Theaterstück „Mors certa, hora incerta – De vita adulescentium Pompeiorum“ (Der Tod ist sicher, die Stunde ungewiss – Über das Leben der Jugendlichen in Pompeji). Mit ihrem packenden Beitrag in lateinischer Sprache, der insgesamt drei Alltagsszenen umfasst, hat die AG unter der Leitung von Klassenlehrerin Antje Grützmacher im Bundeswettbewerb Fremdsprachen den ersten Platz niedersachsenweit im Teamwettbewerb (Sprache Latein) belegt.

„Alle, die diesen Beitrag gesehen haben, werden die Entscheidung der Jury verstehen“, lobte Michael Völpel, Beauftragter der Landesschulbehörde Regionalabteilung Osnabrück, diese „Spitzenleistung“ bei der Preisverleihung. Seine guten Wünsche galten den Wildeshauser Schülern für die Teilnahme am Bundesentscheid vom 20. bis 22. Juni in Hannover.

Völpels Glückwünschen schlossen sich Schulleiter Ralf Schirakowski, Landrat Carsten Harings und der Dezernent der Landesschulbehörde, Detlev Heinrich, an. Musikalisch umrahmt wurde die Zeremonie von den beiden Preisträgern des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, Flötistin Elmira Heidenreich und Pianist Anton Bovensmann, sowie dem A-cappella-Chor von Dr. Walter Bialek.

Seit den Sommerferien hatten sich die Schüler der 8c freitags nachmittags zu einer „Antike-AG“ zusammengefunden. Beim Brainstorming entschieden sich die Schüler schnell dafür, den Vulkanausbruch in Pompeji in Form eines Theaterstücks umzusetzen.

„Bewegt durch die berühmten Gipsabdrücke wurde erst einmal über die Lebenssituation junger Menschen in der Antike recherchiert“, berichtet Grützmacher. Dann wurden Szenen und Kostüme rund um die drei Themen „Sklaven“, „Hochzeit“ und „Schule“ entworfen. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der Ausbruch des Vesuvs dar, der schließlich symbolisch mit Keyboard, Pauke und Glockenspiel inszeniert wurde.

„Die anspruchsvollste Aufgabe war jedoch die Übertragung der zunächst auf Deutsch verfassten Szenen ins Lateinische“, ergänzt Grützmacher. Doch auch diese Herausforderung wurde gemeistert, so dass jetzt einem weiteren Erfolg in Hannover nichts mehr im Wege steht.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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