Landkreis /Oldenburg Die Oldenburger Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) hat offenbar den Bogen bei der Förderung unterschiedlich begabter Schüler heraus, zumindest für den Bereich der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Schulpreis und Sieg im Fachbereich Biologie sowie ein zweiter und zwei dritte Plätze gingen beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb in Emden an Oldenburgs Landkreisschule.

Breite und Güte des MINT-Angebots der GAG würdigte jetzt die Jury des seit 50 Jahren von der Bundesregierung geförderten Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“. In Emden beeindruckten 20 Schüler der Jahrgänge fünf bis elf mit neun Forschungsarbeiten Öffentlichkeit und Fachjuroren – zur Freude der sie begleitenden Lehrkräfte Dr. Nina Holstermann (Deutsch, Erdkunde, Biologie) und Robert Schulz (Mathematik, Physik). Zeitgleich durfte Schülerin Annika Neuhaus, begleitet von Svenja Hincke, angehende Lehrkraft für Biologie und Chemie, an der zweitägigen MINT400 in Berlin teilnehmen. Bei diesem Hauptstadtforum des nationalen Excellence-Schulnetzwerks, treffen sich alle zwei Jahre rund 500 Schüler und Lehrer der 212 zertifizierten MINT-Schulen Deutschlands zu Fachvorträgen und Workshops.

Bei „Jugend forscht“ in Emden ging der 1. Platz im Fachbereich Biologie, der für den Landeswettbewerb qualifiziert, an Amanda Dabrock (Jg. 11) mit ihren Untersuchungen zum Einfluss von Mykorrhiza-Pilzen auf das Pflanzenwachstum von Mais unter Salzstress. Zum Thema „Schwarmverhalten von Menschen“ (ebenfalls Biologie) gingen zwei dritte Preise an die Schüler Alexander Gloy und Jakob Plath (Jahrgang 11) – genauso wie in der Sparte „Schüler experimentieren Technik“ zum Thema Solarkraft an die Zwillinge Ben und Carlo Dierßen (Klasse 7c).

Gleich zwei Preise erhielten die drei Urgesteine der von Robert Schulz geleiteten Jugend-forscht-AG der GAG, Nils Lehmann, Jannis Oltmann und Lasse Urban: den zweiten Preis im Fachbereich Arbeitswelt und den Sonderpreis der Zukunft Emden GmbH für ihre Arbeit zur elektromagnetischen Unterstützung von Flugzeugstarts. Die Jury erkannte die erneut akribische und engagierte Arbeit der Elftklässler an einem aktuellen Thema an.

Die drei Jungforscher überlegten sich einen Aufbau, der es Flugzeugen ermöglicht, einerseits deutlich treibstoffärmer zu starten und den Kerosinverbrauch somit zu minimieren sowie andererseits auf kürzeren Landebahnen zu starten und zu landen. Das benötigte Material, wie z.B. 25 Spulen mit 1200 Windungen für das ca. 2 Meter lange Modell und die sehr aufwendige Elektronik haben die Schüler dabei jeweils selbst geplant und angefertigt. Dieses Projekt wird jetzt weiter ausgebaut und zusammen mit neun weiteren Schülern auf der Ideen-Expo vom 4. bis 12. Juli in Hannover ausgestellt, zu der die GAG als einzige Oldenburger Schule als Aussteller eingeladen wurde. Zuvor fährt Schulleiter Wolfgang Schoedel im Mai zum Wissenschaftszentrum nach Bonn und über das Wochenende vom 13./14. Juni nach Jena, um dort einen der mit 1000 Euro dotierten Jugend-forscht-Schulpreise entgegenzunehmen. Schoedel: „Natürlich bin ich auf unsere Schüler und unsere Lehrkräfte stolz.“ Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass Schüler über den Pflichtunterricht hinaus gefördert werden, und zwar sowohl in der Breite als auch in der Leistungsspitze.

Die GAG ist nach Angaben ihres Rektors im 50-km-Umkreis einziges Mitglied des nationalen Exzellenz-Netzwerks MINT-EC. Alle drei Jahre wird die Schule in diesem Zusammenhang begutachtet.

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