Hude /Wüsting Grundsätzlich soll es bei der Planung zur Grundsanierung der Grundschule Wüsting auf einen Abriss des alten Gebäudebestandes und auf einen Neubau an gleicher oder anderer Stelle im Ort hinauslaufen. Der Ausschuss für Schule und Bildung hat jedenfalls empfohlen die weitere Planung in Anlehnung an die auch von der Verwaltung favorisierte Variante II zu erarbeiten.

Der komplette Neubau sei die beste Lösung, damit die Grundschule heutigen Anforderungen und auch denen der Zukunft gerecht werde, erklärte Bürgermeister Holger Lebedinzew dazu.

Er machte zudem deutlich, dass die Verwaltung ein Signal benötige, wohin die Reise gehen solle, um inhaltliche Dinge und Grundstücksfragen zu klären. Von einer Vertagung der Beschlussempfehlung riet er dringend ab. „Dann sind wir wieder da, wo wir vor zwei Jahren waren.“

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Lebedinzew betonte, dass es schon jetzt eine Entscheidung geben müsse. Ansonsten wäre die Gemeinde gezwungen, aller Voraussicht nach schon bald dringend angeratene Brandschutzsanierungen im Altbau vorzunehmen, vielleicht auch in Gebäudeteilen, die dann später abgerissen würden. Lebedinzew bezifferte die Erledigung der Brandschutzauflagen mit einem Kostenrahmen von 350 000 Euro. Das Geld müsste erst einmal ausgegeben werden, „wenn wir nicht erkennbar in die Pötte kommen.“

Irgendwie würde ein Neubau der Schule nach dem entsprechenden Raumprogramm auf das vorhandene Grundstück passen. Man müsste allerdings das Hausmeisterhaus abbrechen, hieß es. Peter Zwiener (SPD) schlug vor, auch nach alternativen Grundstücken für einen Neubau der Schule in der Nähe zu suchen, zum Beispiel neben dem Sportplatz auf der anderen Seite.

Dass die alte Schule mit ihren ganzen Unzulänglichkeiten abgerissen werden muss, betonte Jutta Schröder (SPD). Bildung müsse in einem vernünftigen Rahmen stattfinden können. „Die Bausubstanz ist marode. Das muss geändert werden durch einen Neubau“, so auch die Meinung von Rolf Junkermann (CDU).

Die Grünen hatten einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt. Entscheidungsreife sei noch nicht gegeben, so Michael Grashorn (Grüne). Es gebe Aspekte, die dringend noch zu klären seien, meinte Andreas Otte (CDU). Genauer untersucht werden sollte, ob bei einem Neubau von den vorhandenen Gebäudeteilen noch einige genutzt werden könnten für schulische Zwecke, für Kita oder andere öffentliche Dinge. Eine Kita muss die Gemeinde in Wüsting nämlich auch noch bauen aufgrund des prognostizierten Bedarfs. Es sei wichtig, das gesamte Konzept mit Schule, Kita und Turnhalle im Blick zu haben, meinte Karin Rohde (Grüne).

Elternvertreter Karsten Schüder forderte dazu auf, das Thema nicht weiter zu verschieben und sofort zu handeln. Die Schule benötige heute optimale räumliche Bedingungen, wie Differenzierungsräume, um Schüler besser fördern zu können.

Die grobe Kostenschätzung geht bei einer Neubauvariante für die Grundschule Wüsting von einem Kostenrahmen in Höhe von rund sechs Millionen Euro aus. Wenn auch der Verwaltungsausschuss zustimmt, kann die Verwaltung die weiteren Planungen in Angriff nehmen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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