Hude /Wüsting Seit 25 Jahren gibt es den Planetenlehrpfad in der Gemeinde Hude: Auf einer Länge von sechs Kilometern bildet er das Sonnensystem ab, in einem Maßstab von 1 zu einer Milliarde. Er wurde von Schulklassen genutzt und lässt sich prima mit einer Radtour verbinden. Viele Organisationen, Gruppen und Ehrenamtliche haben seither mitgeholfen, den Weg instand zu halten. Zum Jubiläum haben sich die Touristik-Palette Hude und die Gemeinde etwas Neues einfallen lassen, um den Weg interessanter zu machen.

„Wir suchten damals nach einem Weg, vor allem Schülern die Größenverhältnisse im Universum bewusst zu machen“, sagt Hartmut Langetepe. Der Lehrer aus Hude unterrichtete in Bremen und gab vor 25 Jahren zusammen mit Lehrerkollege Günter Alfs (ebenfalls Huder) den Anstoß zum Großprojekt Planetenlehrpfad.

Alle neun Planeten des Sonnensystems plus die Sonne und auch die Planetoiden (kleinere Planeten) werden auf dem Weg durch Kugeln dargestellt, der Größe entsprechend an den Maßstab angepasst. Der Radweg an der Freiherr-von-Münnich-Straße, der entlang dieser Strecke verläuft, wurde 2018 erneuert und ist für Skater tauglich.

Auch aus dem ferneren Umkreis kam in den Jahren Interesse an dem besonderen Projekt in Hude. „Viele Gruppen wollten das in ihrem Ort auch gestalten, auch Bremen. Bisher hat es aber nur die Stadt Marburg verwirklichen können“, sagt Langetepe.

Eimer beschädigt

Bisher hätten alle Elemente die Jahre gut überstanden. „Schon beim Anfang wurde Wert auf Beständigkeit gelegt“, sagt Martina Weisensee von der Touristik-Palette. Lediglich die Eimer an der Station „Erde“ wären ein paar mal durch betrunkene Kohlfahrtler aus den Angeln gehoben worden. Die Wassereimer simulieren dort die verschiedenen Gravitationsfelder der Planeten, im Vergleich zur Erde.

„Wir werden die drei Schaukästen neu gestalten“, sagt Weisensee mit Blick auf das Jubiläum. An drei Stationen entlang der Strecke befinden sich Schaukästen mit Informationen zum Lehrpfad. Diese sind in die Jahre gekommen. Sie werden mit Informationen ergänzt und bekommen ein modernes Accessoire: ein QR-Code. „Es ist immer schwieriger, gezielte Führungen zu veranstalten. Durch die Codes kann jeder selbst an Infos gelangen“, sagt Langetepe.

Am 10. Mai werden die QR-Codes offiziell vorgestellt. „Wer die Codes mit seinem Handy einscannt, wird auf die Seite der Gemeinde Hude kommen. Dort werden wir Seiten zum Planetenlehrpfad anlegen“, sagt Regina Wolff vom Kommunalmarketing Hude. Da am 10. Mai auch die Huder Gartenerlebnisse stattfinden, wird es zudem am Standort „Sonne“, kurz vor Wüsting, einen Infostand zum Lehrpfad geben. Weisensee hofft generell auf viele Fahrradfahrer an diesem Tag.

Dank und Wunsch

„Wir wollen uns bedanken bei all den Ehrenamtlichen, die immer geholfen haben, den Pfad schön zu halten“, sagt Weisensee. Sie betont, dass diese Fürsorge kennzeichnend für das gute Miteinander der Huder Nachbarschaften sei.

Gerne würden die vier Organisatoren auch wieder Schulgruppen auf dem Pfad wandern oder fahren sehen. „Wir wünschen uns, dass er genutzt wird“, so Langetepe. „Momentan kommen die Anfragen für Führungen von der Zielgruppe ü 50, aber die planen so eine Tour auch gerne mit ihren Enkeln“, weiß Weisensee. Gerade jüngeren Menschen die Einzigartigkeit des Universums zu verdeutlichen, liegt den Beteiligten sehr am Herzen. „Es gibt eben wirklich keinen Planeten B und wenn wir die Umwelt hier zerstören, dann war es das“, sagt Langetepe. Im Hinblick auf die Klimadebatte sieht er eine Nützlichkeit im Planetenlehrpfad: Um sich bewusst zu machen, wie klein die Erde und wie einzigartig sie ist.

Freya Dalton Kanalmanagement / Redakteurin
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