Hude Mit großem Hurra haben die Kinder des Waldorfkindergartens am Sonnenweg in Hude ihren vergrößerten Außenbereich in Beschlag genommen. Ein sieben Meter breiter Streifen an der Grenze zum Grundstück der ehemaligen katholischen Schule (jetzt Förderschule) wurde von der Gemeinde an den Waldorfkindergarten übereignet. Am Samstag packten die Familien des Waldorfkindergartens im Zuge der regelmäßig stattfindenden Garten- und Haustage kräftig mit an, befreiten den Grundstücksstreifen von Abfall, Steinen und Gestrüpp, bauten den alten Zaun ab und machten den Bereich so bespielbar, wie Vorstandsmitglied Annika Albers und kooptatives Mitglied Janneke Hünger vom Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik in Hude e.V., berichteten.

Nicht von Dauer

Die vergrößerte Spielfläche bleibt aber nicht von Dauer. Denn die Grundstücksübertragung ist erfolgt, weil der Waldorfkindergarten sich vergrößern will. Die Pläne des Architekten Hermann Dunkler-Gronwald für den geplanten Anbau liegen vor. In dem neuen Gebäude will der Waldorfkindergarten eine Gruppe für Krippenkinder einrichten.

Das Projekt beschäftigt am Montag, 28. Oktober, den Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales, der ab 17 Uhr im Huder Rathaus tagt.

Kostenschätzung

Die Gemeindeverwaltung schlägt vor, der Umsetzung der An- und Umbauarbeiten unter Zugrundelegung der vorgelegten Kostenschätzung mit Entwurfsplanung zuzustimmen. Zugleich soll der Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Trägerverein angepasst werden, was den Betriebskostenzuschuss betrifft.

Weitere Infos

Im Waldorfkindergarten Sonnenweg in Hude werden Kinder auf ihrem Weg bis zur Einschulung auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners begleitet. Der Kindergarten steht für Familien aller Nationalitäten und Religionen offen.

Einen Kennenlernnachmittag bietet das Team des Waldorfkindergartens am Mittwoch, 30. Oktober, an. Von 16 bis 17 Uhr wird über die Waldorfpädagogik informiert. Wer Interesse am Kennenlernnachmittag hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 04408/7717 vorher anzumelden.

Das Bauvorhaben wird teurer als ursprünglich geplant, weil Vorgaben des Landesjugendamtes, des Veterinäramtes und auch in Sachen Brandschutz zu einer aufwendigeren Planung als bisher führen. Im Ergebnis sind es laut Kostenschätzung jetzt 624 000 Euro.

Eigenanteil finanzieren

Der Trägerverein muss für den nicht durch Zuschüsse gedeckten Eigenanteil ein Darlehen aufnehmen. Der monatliche Aufwand dafür liegt laut Gemeindeverwaltung bei 1400 Euro. Um diesen monatlichen Betrag will die Gemeindeverwaltung ihren Betriebskostenzuschuss im Zuge des Kooperationsvertrags erhöhen. Entscheiden muss darüber die Politik.

Mit dieser monatlichen Erhöhung der laufenden Betriebskosten würde ein Projekt finanziert, welches der Gemeinde weitere 15 Krippenplätze bringe und den Fortbestand des Waldorfkindergartens in Hude auf lange Sicht gewährleiste, so die Verwaltung. Ihr ist auch an einem vielfältigen Betreuungsangebot gelegen.

Die Angebote der Kita

Der Waldorfkindergarten bietet zurzeit eine alterserweiterte Kindergartengruppe (zwei bis sechs Jahre) mit maximal 25 Plätzen. Die Kindergartengruppe hat ihre Regelzeit von 8 bis 13 Uhr. Frühdienst (ab 7.30 Uhr) und Spätdienst (13 bis 14 Uhr) werden angeboten. Die Gruppe ist voll belegt. Es gibt eine Warteliste, so Annika Albers.

Es gibt außerhalb des Regelangebots eine Eltern-Kind-Gruppe für Kinder ab dem Alter von einem Jahr, die sich einmal in der Woche für eineinhalb Stunden trifft. Als offenes Angebot existiert ein Spielkreis, den dreimal in der Woche für drei Stunden zwei- bis dreijährige Kinder besuchen. Dieser Spielkreis für Eltern, die ihre Kinder nicht die ganze Woche in eine Krippe geben möchten, sollte zunächst aufgegeben werden.

Spielkreis soll bleiben

Das Interesse an diesem Angebot wird aber als so groß bezeichnet, dass es weitergeführt werden soll, eventuell sogar mit zehn Plätzen, statt bisher sieben. Ein im Zuge der Vorgaben erforderlicher Mehrzweckraum im Anbau, der für den Mittagstisch und als Ruheraum erforderlich wird, könnte für diese Zwecke genutzt werden, so der Vorschlag.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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