Hude 101 Schüler der Peter-Ustinov-Schule sammelten Geld für den guten Zweck. In Summe schafften sie es, 3363,50 Euro zusammenzutragen, und das in nur einem Monat. Das Geld kommt nun der Deutschen Kriegsgräberfürsorge zugute. Dafür gab es vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Urkunde für jeden Schüler.

„Die Schüler haben mehr gesammelt als die Schüler in der zehnmal größeren Stadt Osnabrück. Das ist eine starke Leistung“, honorierte der Bildungsreferent des Volksbundes in Weser-Ems, Marco Wingert, den ehrenamtlichen Einsatz.

Auch aus dem eigenen Hause kam Lob: „Selbst der Mauerfall ist schon so weit weg, man merkt gar nicht wie die Zeit vergeht. Umso wichtiger ist es, die schrecklichen Ereignisse weiterhin wahrzunehmen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen“, sagte Oberschuldirektor Nico Rettcher. Bis heute seien noch immer nicht alle Kriegstoten identifiziert worden. Eine große Aufgabe, welcher der Volksbund seit seiner Gründung nach dem 1. Weltkrieg nachgehe.

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„17 Millionen Tote im 1. Weltkrieg und 60 Millionen Tote im 2. Weltkrieg. Wir reden immer über Zahlen, aber was wir nicht vergessen dürfen, hinter den Zahlen stehen Menschen“, so Marco Wingert zu den Schülern. Überall in Europa entstehen auch heute noch neue Grabstätten. „Die Friedhöfe mit Gefallenen des 1. Weltkrieges haben ein Ruherecht, das heißt sie werden ewig fortbestehen“, sagt Wingert.

In einer Präsentation zeigte der Bildungsreferent den Schülern verschiedene Friedhöfe in Europa. Dann nahm er die Schüler mit auf eine Reise hinein ins Leben eines jungen Soldaten im 1. Weltkrieg, der zunächst nichts lieber wollte, als in den Krieg zu ziehen, nur um dann dort zu sterben. „Damals, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, gab es eine Kriegsbegeisterung. Die jungen Männer wollten in den Krieg ziehen“, erklärte Wingert.

Europa, so Wingert, sei deshalb heute wichtiger denn je – als großes Friedensprojekt. Der Verein setzte sich durch seine Arbeit für ein stabiles Europa ein. Zu den Aufgaben des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge gehört die Identifizierung von Toten, die Grabpflege und der Kontakt zu Angehörigen. Auch die Jugendarbeit ist ein wichtiges Thema.

Landrat Casten Harings hob die Wichtigkeit des Erinnerns hervor: „Die Zeit des Nationalsozialismus ist ein Schandfleck der deutschen Geschichte, der nicht getilgt werden kann.“ Der Landrat unterzeichnete als Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge alle 101 Urkunden für die Schüler.

„Ihr seid für Hude ein Aushängeschild, seid Motivation für andere, das ist wahres Engagement“, dankte Bürgermeister Holger Lebedinzew den Schülerinnen und Schülern. „Wir honorieren euer Engagement auch auf den Zeugnissen“, kündigte Direktor Rettcher an.

Freya Adameck Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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