Hude Bislang ist es nur ein Provisorium: Die katholische Kita St. Marien betreut aufgrund der großen Nachfrage derzeit ihre sechste Gruppe in einem Container. Bereits im April hatte der Gemeinderat beschlossen, diese mobile Lösung, die mit einer befristeten Betriebserlaubnis bis zum 31. Juli 2019 läuft, durch Umbauten und Erweiterungen in eine dauerhafte Lösung unter einem festen Dach umzuwandeln. Jetzt stellte die Archi-tektengemeinschaft Scheper & Sosath/Heitmann dem Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales eine erste Vorentwurfsplanung vor, die in enger Abstimmung mit Kita-Leiterin Petra Ahrens entwickelt wurde. Auf dieser Basis soll weiter geplant werden, empfahl der Ausschuss.

Die Idee ist, dass die sechste Gruppe im jetzigen Bewegungsraum ihr neues Domizil findet. Der bestehende Geräteraum soll Sanitärraum werden. Ein neuer Bewegungsraum soll in einem Extragebäude im nördlichen Bereich des Kindergartengrundstücks entstehen. Diese Bewegungshalle und ein barrierefreies WC sind im Erdgeschoss geplant. Im Obergeschoss ist ein Multifunktionsraum vorgesehen, der als Personal-, Vorbereitungs- und Pausenraum genutzt werden kann, da der derzeitige Personalraum für die mittlerweile 31 Beschäftigten nicht mehr ausreiche.

Architekten und Kindergarten-Leitung favorisieren diese Lösung mit dem abgesetzten, aber trotzdem schnell erreichbaren Neubau. Weiterer Vorteil: Der Kindergartenbetrieb könne während der Bauarbeiten fast uneingeschränkt weiterlaufen. „Das ist eine praktikable Umsetzung. Man macht ja nicht mal eben einen Kindergarten für ein halbes Jahr zu“, meinte Petra Ahrens.

Untersucht werden soll auch, ob der provisorische Küchen- und Essbereich neu gestaltet werden kann. Die Heizungsanlage muss wohl ebenfalls ausgetauscht werden.

Eine erste Kostenschätzung geht von mindestens 700 000 Euro aus. Es sei eine sehr wirtschaftliche Variante, so Architekt Stefan Scheper. Ob dieser Kostenrahmen wirklich eingehalten werden kann, bezweifelten Ausschussmitglieder. Der Architekt versprach, bis zur nächsten Ausschusssitzung am 12. November die verschiedenen Varianten durchzurechnen.

Aus Kostengründen ist in dem Vorentwurf zum Beispiel auch kein Aufzug vorgesehen. Eventuell sei eine breitere Treppe für einen Lift denkbar, hieß es. Auch Personalräume sollten barrierefrei sein, meinte dazu Ausschussmitglied Jörg Kreusel. „So ein Anbau ist immer ein Kompromiss“, sagte Architekt Stefan Scheper.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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