Hude Im Industriegebiet am Bahndamm stehen einige Container – an sich kein ungewöhnlicher Anblick. Doch hinter einem Modulbau ist ein kleiner Spielplatz – das ist schon etwas ungewöhnlich.

Der Modulbau beherbergt die Krippe „Kleine Villa Kunterbunt“. Von außen sieht es „eher mittelprächtig“ aus, sagt auch Krippenleiterin Cornelia Sohl. Doch drinnen, da ist es ganz anders: schön und gemütlich. „Die Erzieherinnen, Kinder und Eltern fühlen sich hier wohl“, sagt Cornelia Sohl. Sie leitet auch die Kita Villa Kunterbunt an der Blumenstraße.

Beim guten Wetter an diesem Tag sind die Kinder draußen. Heute ist das besonders spannend, denn direkt neben dem Zaun finden Bauarbeiten statt und der Bagger bekommt viel Aufmerksamkeit.

Seit rund zwei Jahren gibt es die Kleine Villa Kunterbunt, vor etwa einem Jahr ging es von der Amselstraße ins Gewerbegebiet am Bahndamm, weil dort nun eine neue Kita gebaut wird. Die Containerkrippe bleibt, solange Bedarf besteht.

Fünf Erzieherinnen und drei Sozialassistenten arbeiten dort. Draußen gibt es viele Möglichkeiten: Verschiedene Schaukeln, einen Sandkasten, etwas zum Klettern, einen Rückzugsort und einen kleinen Hügel. Hier können sich die 28 Kinder austoben. „Wir haben hier eigentlich alles, was wir brauchen“, sagt Sohl. Innen bieten die 13 Containermodule ausreichend Platz.

Die Räume der Kleinen Villa Kunterbunt sind sehr hell, es gibt Fenster auf beiden Seiten. Doch wie sieht es aus an heißen Tagen, an kalten Tagen, wenn es regnet? Lässt es sich in dem mobilen Containerbau aushalten?

Den vergangenen Sommer haben sie gut überstanden. „Wir haben morgens schön gelüftet und dann die Rollos runter gelassen“, erklärt Sohl. Für die ganz heißen Tage stehen Klimaanlagen zur Verfügung. Und wie ist es im Winter? Einen hat die Kleine Villa Kunterbunt am Bahndamm ja schon erlebt. „Wir haben elektrische Heizkörper.“ Damit ist es schön warm.

Auch Regen ist kein Problem. Nur wenn es wirklich stark gegen die Wände prasselt, ist es etwas lauter – wie auch in anderen Gebäuden. Für den Lärmschutz ist mit speziellen Decken ebenfalls gesorgt, damit es nicht hallt.

Die beiden Gruppenräumen sind so groß, wie in anderen Krippen, vielleicht sogar etwas großzügiger, vermutet Sohl. Die Spielgeräte werden zwischen den Gruppen immer mal wieder ausgetauscht – die eine Gruppe hat die Rutsche, die andere die große Kuschelecke. Sofas, um sich mit anderen Kindern oder Erzieherinnen mit einem Buch zusammenzusetzen, gibt es in beiden Räumen. Denn auch Kinder müssen sich mal ausruhen.

Zu einer Krippe gehört natürlich noch mehr: Es gibt eine Küche mit allen Geräten und einen Waschraum mit Kindertoiletten und Wickeltischen. Es gibt ein Büro für die Leiterin, inklusive PC, Telefon und Internet, und einen Mitarbeiterraum. Dort ist genug Platz für Besprechungen, Treffen mit Elternvertretern und für Pausen.

Alle Kinder, die die Kleine Villa Kunterbunt besuchen, essen dort zu Mittag. Das Essen wird geliefert. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin kümmert sich an drei Tagen die Woche darum und unterstützt auch in den Gruppen, sollte es nötig werden. „Es ist schön, dass wir sie haben“, sagt Sohl.

 In der Kleinen Villa Kunterbunt gibt es noch zwei freie Plätze. Die Krippe nimmt Kinder ab sechs Monate bis drei Jahre auf. Der Frühdienst beginnt um 7 Uhr, die Betreuungszeit läuft bis 14 Uhr.

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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