Harpstedt Mit einem Seil um die Brust gelegt und den Armen auf dem Rücken verschränkt steht der 14-jährige Lasse in der Begegnungsstätte in Harpstedt. Acht Schülerinnen und Schüler aus der 7a der Oberschule halten das Seil und lassen den Jungen langsam in Richtung Boden kippen. Wie weit, entscheidet Lasse selbst: Auf das Signal „stopp“ ziehen sie ihn zurück in die Horizontale.

„Wir sind stark“ an der Oberschule

Das gemeinsame Projekt von Schule und Polizei, „Wir sind stark“, ist ein zweitägiger Kursus gegen Gewalt und zur Förderung von Zivilcourage. Ziel ist es, Jugendlichen zu vermitteln, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten können.

Polizeioberkommissar Martin Klinger führt mit Schülern und Lehrern Rollenspiele und verschiedene Übungen durch.

Die Übungen sollen das Vertrauen und Selbstvertrauen der Jugendlichen stärken.

Nach vier bis sechs Wochen besucht Klinger die Klasse erneut, um die Übungen zu wiederholen und zu reflektieren, was bei den Schülern hängen geblieben ist.

Diese Vertrauensübung wird „die Brücke“ genannt und ist Teil des Projektes „Wir sind stark“, das Polizeioberkommissar Martin Klinger mit der Klasse durchführt. Das Ziel: Gewalt vorbeugen, Zivilcourage und Selbstbehauptung stärken und dabei den Zusammenhalt der Klasse festigen. Dazu gibt es verschiedene Übungen für die Schülerinnen und Schüler.

„Was hier passiert, hat auch eine große Bedeutung im Schulalltag“, erklärt Schulleiterin Etta Mörking. In Rollenspielen lernen die Jugendlichen, sich in verschiedenen Situationen zu behaupten und angemessen zu reagieren. So steht zum Beispiel auf der Tagesordnung, laut und deutlich „nein“ zu sagen. Bei Vertrauensübungen kann sich jeweils ein Schüler in unterschiedlichen Szenarien fallen lassen und so lernen, sich auf die anderen zu verlassen.

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„Teamwork steht dabei ganz weit oben“, erklärt Klinger. Die Jugendlichen sollen das Vertrauen untereinander stärken und gemeinsam lernen, gewaltfreie Lösungen zu finden. „Ich hoffe, dass sie merken: In der Klassengemeinschaft sind wir stark“, meint er. „Es ist toll, was sie schon alles mitgenommen haben“, bestätigt Klassenlehrerin Henrike Hoyer den Erfolg des Konzepts. Auch bei den Jugendlichen kommt das Projekt gut an: „In den Spielen lernt man und es macht gleichzeitig Spaß“, findet die zwölfjährige Marie. „Wir mussten zusammenarbeiten und haben gelernt, andere Meinungen zu respektieren“, fügt die zwölfjährige Mia hinzu.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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