Harpstedt Auf ein erfolgreiches Jahr 2019 blickt die Bücherei der Samtgemeinde Harpstedt zurück. Sowohl bei den Anmeldungen als auch bei der Ausleihe verzeichnet sie einen Anstieg: 117 Neuanmeldungen zählte die Einrichtung im vergangenen Jahr. Über 905 aktive Leserinnen und Leser freut sich die Büchereileiterin Elke Lischkowitz nun – Ende 2018 waren es noch 830.

Lesetipps von Elke Lischkowitz

Die Werke von Helene Sommerfeld sind für Lischkowitz absolut lesenswert. Ein Tipp der Büchereileiterin ist ihre aus drei Teilen bestehende Reihe „Die Ärztin“.

Außerdem „wirklich richtig gut“: „Unsere wunderbaren Jahre“ von Peter Prange.

Für Kinder ab sieben Jahren empfiehlt sie die „Lego-Ninjagos“: „Das mögen Kinder total gerne!“

Bei Kindern ab neun Jahren, die Pferde lieben, ist „Das Pony-Café“ von Judith Allert besonders beliebt, weiß Lischkowitz.

Als eine „sehr stolze Steigerung“ lobte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse dieses Ergebnis. Für ihn zeigt die gestiegene Nachfrage, dass man dort rechtzeitig mit der Zeit gegangen ist und verstärkt elektronische Medien wie E-Books zur Ausleihe anbietet. Auch in diesem Bereich erlebte die Bücherei eine Steigerung: Etwa 3 000- mal wurden in Harpstedt 2019 elektronische Medien ausgeliehen. 2018 waren es noch 2 500. Die Zahl der gesamten Ausleihen wuchs von 38 000 auf 41 000.

Aktuell bleiben

Wenn eine Bücherei Erfolg haben soll, muss sie mit den aktuellen Trends gehen. Das weiß auch Lischkowitz, die seit 20 Jahren in der Samtgemeindebücherei beschäftigt ist und damit die Veränderungen der vergangenen Jahre erlebt hat. „Als ich angefangen habe, haben wir alles auf Karteikarten erledigt“, erzählt sie. Erst einige Jahre später sind Computer in den Arbeitsalltag in der Bücherei integriert worden.

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Auch daran, was zur Ausleihe bereit liegt, hat sich einiges geändert. Zuerst kamen beispielsweise Filme, Musik und Hörbücher in das Sortiment. Bei Kindern aktuell besonders beliebt: Seit Januar hat die Samtgemeindebücherei „Tonies“ neu im Angebot. Sie können kleine Figuren ausleihen, die mit dem passenden Gerät als Hörspiel funktionieren.

Ein weiteres Erfolgsrezept ist für Lischkowitz die enge Zusammenarbeit mit der Harpstedter Grundschule, die direkt an ihre Einrichtung angeschlossen ist. Im Rahmen des Unterrichts kommen die Schülerinnen und Schüler in die Bücherei und lernen so den Umgang mit Ausleihe und Medien kennen. Gerade in der ersten und zweiten Klassenstufe, erklärt die Bibliothekarin, kommen einige Gruppen fast jede Woche.

Guter Standort

„Es kann uns nichts besseres passieren, als unseren Standort im Schulbereich zu haben“, meint Lischkowitz. Besonders freut sie sich auch darüber, dass die Kinder die Bücherei nicht nur in Begleitung ihrer Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch in ihrer Freizeit besuchen. Dass sie damit, die Schülerinnen und Schüler früh für das Lesen zu begeistern, erfolgreich ist, zeigt sich auch in der Statistik des vergangenen Jahres. Von den insgesamt 41 000 Ausleihen hat die Kinder- und Jugendliteratur mit über 16 000 Entleihungen den größten Anteil.

Weiterhin gefragt

Trotz aller Entwicklungen der vergangenen Jahre bietet die Bücherei in Harpstedt weiterhin Klassisches an. Ob „echte“ Bücher eine Zukunft haben? „Natürlich!“, ist die deutliche Antwort von Lischkowitz auf diese Frage. Dass E-Books irgendwann ihre gedruckten Verwandten ersetzen werden, kann sich die Bibliothekarin kaum vorstellen. Ihre Kolleginnen würden das genauso sehen: „Wir lesen alle nach wie vor am liebsten ein echtes Buch.“ Besonders Kinder würden die Bilder und Geschichten zudem „richtig“, auf Papier gedruckt, in der Hand halten, erzählt sie. Solange es gelingt, Kinder für das Lesen zu begeistern, ist wohl auch der Erfolg der Bücherei in Harpstedt sicher.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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