WILDESHAUSEN Das Gymnasium Wildeshausen pflegt einige internationale Partnerschaften. Jetzt hat es den Sprung über den „großen Teich“ gewagt. Erstmals ist eine Gruppe von 16 Schülern und Schülerinnen der Jahrgänge 10/11 auf die große Reise ins weite Amerika gegangen, begleitet von den Lehrern Marcus Hemjeoltmanns und Tanja Krönke. Gefördert wurde dieser dreiwöchige Austausch von der GAPP (German American Partnership Program). Ziel war die Stadt Galesburg mit 30 000 Einwohnern im landwirtschaftlich geprägten Illinois. Die Schülerinnen Lerke Müller und Merle Schröder berichten begeistert von der Tour:

„Nach einem rund zehnstündigen Flug wurden wir in Chicago von Mary Panther, Mitorganisatorin des Programms auf US-Seite, empfangen und auf der vierstündigen Busfahrt durch Illinois begleitet. Bei unserer Ankunft in Galesburg wurden wir mit einem riesigen Kuchenbuffet begrüßt und lernten unsere Gastfamilien und den Hauptorganisator des Austausches auf der amerikanischen Seite, Eric Spindler, kennen.

Auch in den Staaten wurde unser Alltag von der Schule bestimmt. Der Unterricht beginnt um 7.45 Uhr, endet um 14.40 Uhr und ist in vier Blöcke von je 85 Minuten eingeteilt. Unterbrochen wird er von der Advisory (20 Minuten Hausaufgabenpause) und 30 Minuten Lunch in einer riesigen Cafeteria. Während der Mittagspause haben stets einige Lehrer und ein Police Officer die Aufsicht. Während des Unterrichts durfte man außerdem nicht alleine, sondern nur in Begleitung eines Lehrers zur Toilette gehen. Wir besuchten in den ersten Tagen die Klassen unserer Austauschschüler, durften nach Absprache aber jederzeit neue Fächer ausprobieren. Besonders begehrt waren ,Outdoor Living’ wie Angeln etc., „American Studies“ und auch Deutsch bei Herrn Spindler. Wir bekamen unsere eigenen Schließfächer, denn Rucksäcke oder große Taschen dürfen nicht mit in den Unterricht genommen werden. Anders als in Deutschland haben nämlich die Lehrer ihren eigenen Raum, den sie persönlich gestalten können und der somit viel gemütlicher und familiärer wirkt. Obwohl es strengere offizielle Schulregeln gibt, war das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern wesentlich entspannter als in Deutschland. Im Allgemeinen war der Unterrichtsstoff für uns – auch in der Fremdsprache – gut nachzuvollziehen.

An den Wochenenden haben wir hauptsächlich Zeit mit den Gastfamilien verbracht und sind zum Beispiel nach St. Louis, Peoria oder Springfield gefahren. Uns ist aufgefallen, dass man auch die kleinste Entfernung mit dem Auto zurücklegt.

Natürlich waren außerdem gemeinsame Aktionen geplant. So trafen sich zum Beispiel alle deutschen Gäste mit ihren „Hosts“ zum Bowlen oder zum Kochen in der Schule. Hier wurden sowohl typisch amerikanische als auch typisch deutsche Rezepte gekocht.

Der Abschluss der erlebnisreichen Wochen bildeten drei Tage in Chicago, die wir ebenfalls mit Sightseeing und Shoppen verbrachten. Der Abschied war sehr traurig und es wurden viele Tränen vergossen, was zeigt, dass wir eine großartige Zeit hatten und viele Freunde gewonnen haben. Wir freuen uns sehr auf den Rückbesuch von leider nur fünf Amerikanern im Juni.“

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