Ganderkesee Mehr Flexibilität, Effizienz und Transparenz erhofft sich die Gemeinde Ganderkesee von einer neuen Organisationsform für ihre Volkshochschule: Die Absicht, das Projektgeschäft der regioVHS vom Kursangebot zu trennen und in eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) auszugliedern, stieß am Dienstagabend im Ausschuss für Bildung und Kultur auf allgemeine Zustimmung. „Eine sehr präzise Vorlage“, lobte Ralf Wessel (CDU) die Arbeit der Verwaltung. Als „gute Sache“ bezeichnete auch Grünen-Ratsherr Jens Volbert die Trennung der Geschäftsbereiche.

Während die Kurse und kulturellen Veranstaltungen der VHS als Eigenbetrieb „Bildung und Kultur“ weitergeführt werden sollen, ist für das wachsende Projektgeschäft die Umwandlung des bereits bestehenden Vereins „Berufsbildungswerk Ganderkesee“ (BBW) in eine gGmbH vorgesehen. Alleiniger Gesellschafter ist die Gemeinde.

„Das Projektgeschäft wird immer wichtiger zur Finanzierung von Volkshochschulen“, erklärte regioVHS-Leiter Dr. Jens Kohne. Neben Sprach- und Integrationskursen für Migranten fallen zum Beispiel berufliche und schulische Qualifizierungsmaßnahmen in diesen Sektor. Eine gGmbH, die nicht dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst unterliegt, könne „schneller einstellen und reagieren“, sagte Kohne. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Volkshochschulen, die zu einem großen Teil schon privatrechtlich organisiert sind, werde erleichtert.

Auch der Eigenbetrieb für das Kursgeschäft und die Kulturarbeit bietet aus Sicht der Gemeinde Vorteile, etwa bei der Haushaltsführung. Für den Eigenbetrieb gibt es einen Wirtschaftsplan, im kommunalen Haushalt wird nur noch der Zuschussbedarf für die regioVHS ausgewiesen.

Mit den Nachbargemeinden Hude und Harpstedt, für die die regioVHS ebenfalls arbeitet, seien die Pläne abgestimmt, sagte der Erste Gemeinderat Rainer Lange. Für sie ändere sich nichts.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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