Ganderkesee Der Countdown läuft, Lara Hübner hat ihn auf ihrem Handy einprogrammiert und ihre künftige Gastschwester Madeline in den USA auch. Sieben Tage sind es noch: Am kommenden Mittwoch, 7. August, um 12.20 Uhr hebt die 16-jährige Ganderkeseerin in Frankfurt ab nach Washington DC. In der US-Hauptstadt muss sie noch einmal umsteigen in den Flieger nach Detroit, wo sie dann von ihrer Gastfamilie in Empfang genommen wird.

Damit beginnt ihr zehneinhalb Monate dauernder Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Möglich gemacht hat ihn das Parlamentarische Pattenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses: Der Ganderkeseer FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Dürr hatte sich als Pate beworben und sich nach einem Auswahlverfahren unter zehn Kandidaten für Lara Hübner entschieden, die bis diesen Sommer die zehnte Klasse des Gymnasiums Ganderkesee absolvierte.

Mittlerweile steigt die Aufregung im Hause Hübner. „Die großen Trennungsgefühle kommen noch“, schätzt die 16-Jährige. Auch Mutter Sabine und Vater Stefan Hübner blicken der bevorstehenden Verabschiedung am Frankfurter Flughafen ein bisschen bange entgegen – fast ein ganzes Jahr der Trennung ist für Eltern und Tochter sowie auch deren Bruder Nils (21) ein Schritt ins Ungewisse. Aber es überwiegt natürlich die Freude über die einmalige Gelegenheit. Durch das PPP erhält Lara Hübner ein Stipendium für ihren US-Aufenthalt, lediglich ihr Taschengeld muss sie selber finanzieren.

Ihre Gastfamilie in Grosse Pointe Shores, einem Vorort der Auto-Metropole Detroit im US-Bundesstaat Michigan, hat Lara bereits über Skype-Telefonate kennengelernt. Mit deren 15-jähriger Tochter Madeline wird sie ab September die elfte Klasse der High School von Grosse Pointe Shores besuchen. „Wir haben viele gleiche Interessen wie Klavierspielen und Sport“, freut sie sich.

Auch Christan Dürr nimmt großen Anteil an Laras Reisevorbereitungen – schließlich ist es seine erste Patenschaft als Bundestagsabgeordneter. Kaum war er 2017 ins Parlament gewählt worden, hatte er sich für das Programm beworben. „Ich wollte das unbedingt mitmachen“, betont er, „weil ich selber als Jugendlicher so gute Erfahrungen gewonnen habe.“ Dürr war 1993/94 ebenfalls als 16-Jähriger über das Schüleraustausch-Programm der Rotarier für ein Jahr in Arizona gewesen.

Der Ganderkeseer Politiker würde gern im nächsten Schuljahr erneut einem jungen Menschen aus seinem Wahlkreis ein Stipendium in den USA ermöglichen – aber nicht jeder Abgeordnete bekommt in jedem Jahr eine Patenschaft. Lara Hübner hat in diesem Jahr also doppeltes Glück gehabt.
Über ihre Erfahrungen und Eindrücke in den USA wird Lara Hübner künftig in regelmäßigen Abständen für die NWZ berichten.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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