Finanzausschuss
Gemeinde will beim OOWV mehr mitreden

Der Finanzausschuss sprach sich für eine Ausweitung der Mitgliedschaft im OOWV aus. Zudem stimmte er der Gründung zweiter Eigenbetriebe zu.

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Ganderkesee Seit 2005 ist die Gemeinde Ganderkesee Mitglied im Oldenburgisch-Ostfrisischen Wasserverband (OOWV) – allerdings nur für den Bereich Abwasser. Das möchte die Gemeindeverwaltung ändern und ihre Mitgliedschaft auf den Bereich Trinkwasser ausweiten. Vom Finanzausschuss gab es am Donnerstagabend ein einstimmiges Votum für den Verwaltungsvorschlag.

Zum Hintergrund: Der 1998 geschlossene Vertrag der Gemeinde mit dem OOWV über die Wasserversorgung endet am 31. Dezember 2018. Die Gemeinde hätte nun vier Optionen: erstens, die Trinkwasserversorgung selbst sicherzustellen, zweitens, einen Dritten damit zu beauftragen, drittens, eine Zweckvereinbarung mit dem OOWV mit mindestens einer weiteren Gemeinde abzuschließen und die Aufgabe der Trinkwasserversorgung zu übertragen oder viertens, selbst Mitglied im OOWV zu werden und die Aufgabe der Wasserversorgung zu übertragen.

Für die vierte Option haben sich nicht nur einige Umlandgemeinden ausgesprochen (etwa Hude und Dötlingen), sondern sie wird auch von der Gemeinde Ganderkesee favorisiert. Matthias Meyer, Fachdienstleiter Finanzen und Personal, warb für diese Lösung. „Trink- und Schmutzwasser gehören in eine Hand“, sagte er. Folglich sei eine Mitgliedschaft in beiden Bereichen sinnvoll. Für eine Mitgliedschaft im OOWV sprechen aus seiner Sicht auch die vergleichsweise niedrigen Preise, die seit vielen Jahren stabil seien.

Aus allen Fraktionen gab es für den Verwaltungsvorschlag ein klares „Ja“. Die Veränderung tritt, die Zustimmung des Gemeinderats am 20. September vorausgesetzt, zum 1. Januar 2019 in Kraft. Kommende Woche gibt der Verwaltungsrat sein Votum ab.

Grünes Licht erteilt hat der Finanzausschuss am Donnerstag ferner der Gründung eines Eigenbetriebs „Bäderbetrieb Ganderkesee“. Der Beschluss, für die kommunalen Bäder einen Eigenbetrieb zu gründen, war bereits 2011 gefasst worden, damals aber nicht umgesetzt worden, weil zwischenzeitlich Aquapark Management mit der Betriebsführung beauftragt war.

Der Eigenbetrieb soll künftig als Schnittstelle zur GmbH fungieren, die mit der Bäder- und Saunabetriebsführung betraut ist. Während die 2017 gegründete Bad GmbH vor allem mit dem alltäglichen Geschäft betraut ist, soll der Eigenbetrieb im Wesentlichen die Vermögens- und Immobilienverwaltung sowie die strategische Weiterentwicklung der Bäder und des Saunahuus’ sicherstellen. Die Abstimmung fiel klar zugunsten des Verwaltungsvorschlages aus – einzig Jürgen Struthoff (FDP) enthielt sich.

Einstimmig zugestimmt haben die Ausschussmitglieder auch der Gründung eines Eigenbetriebes und einer gGmbH für die regioVHS Ganderkesee-Hude zum 1. Januar 2019. Künftig soll das Projektgeschäft – laut Verwaltung für jede Volkshochschule inzwischen ein wichtiges Standbein für die Refinanzierung – über die gGmbH laufen. Diese könne als privatrechtliche Organisation besser mit den Nachbar-Volkshochschulen kooperieren, heißt es in der Begründung der Verwaltung. Auch der Kapitaleinlage von 175 000 Euro aus dem Gemeindehaushalt für 2018 stimmte der Ausschuss zu.

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