AHLHORN Dietrich Bonhoeffer wäre heute 100 Jahre alt geworden. Gestern gab es eine Gedenkfeier.

Von Klaus Derke AHLHORN - „Für andere da sein – das lohnt sich. Probiert es aus!“ – Dazu forderte Pastor Ralf Scholz-Wieners gestern seine Zuhörer auf, nachdem er zuvor auf verschiedene Aspekte aus dem Leben von Dietrich Bonhoeffer eingegangen war. Bonhoeffer wäre am heutigen 4. Februar 100 Jahre alt geworden. Grund genug für Lehrer und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn, dem Namensgeber ihrer Schule eine Gedenkfeier zu widmen.

„Bonhoeffer ist ein Vorbild für unsere Schule, ein Leitbild für Gerechtigkeit, Toleranz und Zivilcourage“, betonte Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett. „Bonhoeffer würde heutzutage laut – Lasst das sein! – rufen, wenn Neonazis, wie in Sachsen-Anhalt geschehen, einen äthiopischen Jungen halb totschlagen“, sagte Reich-Kornett. „Die Verteidigung der eigenen Freiheit konnte er sich nicht vorstellen, ohne die Verteidigung der Freiheit der anderen Menschen.“

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Organisiert hatte die Gedenkfeier Religionslehrerin Christiane Ebert. Da die Schule nicht genug Platz hat, alle Schüler unterzubringen, fand die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus statt. Gezeigt wurde dabei auch ein Filmausschnitt von „Bonhoeffer – die letzte Stufe“. Die Schüler Malte Neuburg und Lenard Steinke trugen den Bonhoeffer-Text „Wer bin ich?“ vor. Lehrer und Schüler sangen gemeinsam das Lied „Von guten Mächten . . .“.

Entschiedener Gegner Adolf Hitlers

Dietrich

Bonhoeffer sei ein Christ gewesen, der den Einsatz für den anderen „bis zur letzten Konsequenz gelebt habe“, erinnerte Pastor Ralf Scholz-Wieners an den Theologen, der vom ersten Moment an ein entschiedener Gegner Adolf Hitlers war.

Im April 1943 wurde Dietrich Bonhoeffer von den Nazis verhaftet und am 9. April 1945, einen Monat vor Kriegsende, im bayrischen Konzentrationslager Flossenbürg erhängt. „Für andere da sein“ das sei so etwas wie das Lebensmotto Bonhoeffers gewesen, selbst im Gefängnis. „Auch in dieser Situation, wo normalerweise alles Denken um das eigene Überleben kreist, ist Bonhoeffer für andere da. Er schreibt Gebete für Mithäftlinge, er stellt sich als Sanitäter bei Luftangriffen zur Verfügung,“ erzählte Scholz-Wieners.

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