WILDESHAUSEN „Wir haben, was wir woll’n; wir geh’n jetzt endlich los“, sangen 60 junge Frauen und Männer zum Abschluss der knapp zweistündigen Entlassfeier im Gymnasium Wildeshausen. Sie hatten gerade aus den Händen von Schulleiter Ralf Schirakowski sowie den Tutoren Wolfgang Däubler, Helga Manschke, Heike Schaal und Marcus Hemjeoltmanns ihre Abitur-Zeugnisse entgegengenommen. Der letzte Schultag am Sonnabendmorgen bereite nicht nur Freude, sondern auch wehmütige Gedanken, räumten Heike Schindler und Niklaas Badur im Namen ihrer Mitschüler ein.

Schirakowski riet den Abiturienten, die letzten Stunden in der Schule zu genießen. „Es ist ein Wendepunkt in Ihrem Leben.“ Den Abi-Scherz, das Frühstück für rund 1250 Mitschüler, bezeichnete Schirakowski als gelungen. Weniger glücklich sei er über die Abi-Zeitung, die zu sehr das Thema Alkohol behandele.

Und wenn die Zeugnisübergabe mit der Fußball-Europameisterschaft zusammenfällt, drängt sich die Symbolik auf: „Sie dürften sich die eine oder andere Gelbe Karte leisten“, sagte die stellvertretende Landrätin Christel Zießler, „und auch mal ein Eigentor schießen.“ Daraus sollten die jungen Leute aber lernen. „Lassen Sie sich auf Veränderungen ein“, gab Bürgermeister Dr. Kian Shahidi den Abiturienten mit auf den weg. Zugleich ermunterte er sie, sich in Politik und Gesellschaft einzumischen. Unter den Ehrengästen auch: die Elternratsvorsitzende Marina Dierks, Realschulleiter Steffen Akkermann, der stellvertretende Hauptschulleiter Bernard Werner, Dötlingens stellvertretende Bürgermeisterin Gerti Essing, Harpstedts stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und Pastor Rüdiger Gryczan.

Die Tutoren Heike Schaal und Matthias Holthaus wiesen darauf hin, dass es zwar noch kein offizielles Leitbild für die Schule gebe. Der gemeinsame Nenner müsse aber Leistungsbereitschaft lauten. Im Namen der Abiturienten griffen Schindler und Badur das Jahrgangsmotto „L(ABI)rinth“ auf und dankten Lehrern wie Eltern für die Unterstützung. Nun tausche man das „Labyrinth Schule“ gegen die Freiheit ein. Dann erhielten die 60 Frauen und Männer feierlich ihre Zeugnisse. Die Tutoren überreichten Bilder und rote Rosen. Mit dem Abschiedslied machten die Abiturienten, begleitet von der Band des Gymnasiums, deutlich: Die Schulzeit ist endgültig vorbei.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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