Dötlingen Anstatt Mathe, Deutsch und Sport standen in der vergangenen Woche für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dötlingen ganz andere Dinge auf dem Stundenplan: Im Rahmen einer Projektwoche drückten sie nicht die Schulbank, sondern übten sich im Zaubern, Seiltanzen und vielem mehr. Dafür hatte der Mitmachzirkus Eldorado sein buntes Zelt am Friedhof in Dötlingen aufgeschlagen. Am Freitag fand die Woche in einer spektakulären Vorstellung ihren Höhepunkt.

Gewagte Kunststücke

Als Clown, Akrobat, Tierdompteur, Cheerleader und beim Jonglieren oder Tellerdrehen konnten sich die Kinder ebenfalls versuchen. Die frisch gebackene Lama-Dresseurin Katharina weiß genau, worauf es bei der Arbeit mit den Tieren ankommt: „Man darf ihnen nicht in die Augen gucken, sonst kann es sein, dass sie einen anspucken“, erklärte die Zehnjährige. Auch mit Hunden, einer Ziege und einem Pferd hatten die Kinder während der Projektwoche gearbeitet. In der Gruppe der Trapezkünstler war auch Sofie dabei: „Das hat ganz viel Spaß gemacht“, meinte die Siebenjährige. Während der Vorstellung durfte sie als „Supergirl“, gehalten von roten Tüchern, durch die Manege fliegen. „Angst hatte ich überhaupt nicht“, erzählte sie danach. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen führte Sofie weitere Kunststücke in luftiger Höhe vor.

Proben vor Publikum

Eine Woche lang arbeiteten die Kinder gemeinsam mit den Artisten, um ihr Können am Ende der Woche vor Publikum zu präsentieren. Nur drei Tage hatten sie dabei Zeit, um ihre Kunststücke zu üben. Am Montag startete die Woche mit einer Einführung und bereits am Freitagmorgen, vor der eigentlichen Vorstellung am Nachmittag, probten die kleinen Artisten vor Zuschauern. Schülerinnen und Schüler aus Dötlingen und Neerstedt sowie angehende Schulkinder der Kita „Dötlinger Strolche“ waren dazu eingeladen, sie beim letzten Durchgang vor ihrem großen Auftritt zu begleiten. Auch Vertreter von Gemeinde, Kirche und dem Bürger- und Heimatverein wollten sich bei der Generalprobe vom Können der Kinder überzeugen. In die Kostüme schlüpften die jungen Darsteller erst am Nachmittag, als bei der richtigen Vorstellung auch ihre Eltern zusehen durften.

„Alle waren natürlich wahnsinnig aufgeregt. Ich glaube, sie haben die ganze Woche kaum geschlafen“, meinte die Schulleiterin Melanie Kahnt-Bock nach der Probe am Freitag. Auch Akrobat Bill Thiel zog bereits am Vormittag ein positives Fazit: „Es ist natürlich immer ein Erlebnis für die Kinder“, meinte der 28-Jährige. „Es war wunderbar, sie haben super mitgemacht und sich dabei sehr gut angestellt.“

Kahnt-Bock erklärte ihre Entscheidung, mit dem Mitmachzirkus zu arbeiten: „Es ist mir wichtig, dass die Kinder viel Bewegung bekommen. Und dabei sollen sie natürlich Spaß haben.“ In vier Jahren soll es an ihrer Schule ein weiteres Projekt mit dem Zirkus geben – da ist sich die Pädagogin jetzt schon sicher.


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Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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