NEERSTEDT In der Gemeinde Dötlingen gibt es seit längerem eine enge Verzahnung zwischen Kindergärten und Grundschulen. Für zwei Jahre wird sie jetzt offiziell vom Land Niedersachsen innerhalb des Projekts „Brückenjahr“ gefördert, unter anderem durch die Bereitstellung von Unterrichtsstunden. Zum Auftakt der Aktion am Donnerstag drehte sich alles um „Wasser“. An zwölf Stationen in der Aula der Grundschule Neerstedt beschäftigten sich die Kinder der Klasse 1b und angehende Schulkinder des Kindergartens Brettorf gemeinsam mit den Aufgaben zum Thema.

Heike Röhl und Cornelia Webermann vom Beratungsteam des Brückenjahrs im Landkreis zeigten sich begeistert. „Super“, fand Röhl das Projekt. „Man sieht keinen Unterschied zwischen den Kindern, da ist die Anschlussfähigkeit geschafft.“

Im ersten Durchgang, ab Herbst 2007, war Dötlingen nicht zum Zug gekommen. Dafür wurde damals gleich die Bewerbung für 2009 vorlegt, und diesmal kam die kleinste Kreis-Kommune in das Programm hinein. Es ist eines von sechs Modellprojekten, die in diesem Herbst neu im Landkreis gefördert werden, so Röhl. Dabei konnten nicht alle Bewerbungen berücksichtigt werden, ergänzte Webermann, dass die Nachfrage groß war.

In der Gemeinde ist ein Brückenjahr-Team mit fünf Mitgliedern gebildet worden. Seitens der Schulen sind Ufke Janssen (Leiter der Schule Neerstedt) und Ute Domsky (Schule Dötlingen) mit von der Partie, seitens der Kindergärten Monika Siemer (Neerstedt, Dirk Herrler (Dötlingen) und Gudrun Löhlein (Brettorf). Sie haben sich das „gemeinsame Lernen der ältesten Kita-Kinder und der Erstklässler“ auf die Fahnen geschrieben. Alle drei Monate sind Projekttage geplant, bei denen es schwerpunktmäßig um naturwissenschaftliche Themen „mit einem deutlichen Blick auf Nachhaltigkeit und Umwelt“ geht, so Ufke Janssen.

Zum Thema Wasser hatte das Team zwölf Stationen vorbereitet, an denen die Kinder zu diesem Element „forschen“ konnten. Sie bekamen ein kleines Heft mit Beschreibung der Versuche. Vom Wasserberg über die Wirkung von Spülmittel bis zum Erbsenzauber reichte die Palette. Dabei war das Muster an den Stationen immer das gleiche: Zunächst die Problemstellung besprechen, dann Vermutungen äußern, danach ausprobieren und schließlich beschreiben, was passiert ist. Die Kinder waren sehr konzentriert bei der Sache.

Das große Plus, so Janssen: die engagierte Elternschaft. Gleich elf Mütter der Grundschule betreuten Stationen und widmeten sich mit den Kindern den Aufgaben.

Die Experimente sollen in Kisten verstaut werden und dann als Dauereinrichtung für die nächsten Jahrgänge zur Verfügung stehen, so das Ziel des Brückenjahrteams. Die anderen Erstklässler und die angehenden Schulkinder folgen in den nächsten Wochen. In zwei Jahren könnten dann die nächsten zwei Jahrgänge von dem aufgebauten System rund um Umwelt und Natur profitieren, so Janssen.

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