Landkreis Mit der Einweihung ihrer neuen Aula hat die Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) am Montag ihren ersten von acht Sanierungsabschnitten planmäßig abgeschlossen. Der Landkreis Oldenburg als Schulträger des auf Oldenburger Stadtgebiet befindlichen Gymnasiums hatte zur offiziellen Eröffnung geladene Gäste gebeten. Musikalische Akzente setzten dabei einige Schüler der GAG.

„Nach langer Zeit feiern wir hier mal wieder eine Einweihung“, stellte Landrat Carsten Harings in seiner Rede fest. Jahrelang habe er Schulleiter Wolfgang Schoedel vertrösten müssen, da die Sanierungsschwerpunkte bislang an anderen Landkreis-Schulen lagen. „Vielen Dank für Ihre Geduld.“ Mit dem Beginn der siebenmonatigen Aula-Sanierung sei ein Mehrjahresfahrplan für die Schule gestartet, der sich voraussichtlich über sieben Jahre hinziehen werde. In dieser Zeit investiert der Landkreis insgesamt 13,1 Millionen Euro in das Gymnasium, das überwiegend Schüler aus den Gemeinden Wardenburg, Hatten und Hude besuchen. Allein die neue Aula kostet rund 1,4 Mio. Euro.

Fortan nennt die Schule ihre 100 Quadratmeter große Aula „Forum“ in Anlehnung an die lateinische Bedeutung „Marktplatz“, der zu Gedanken und Gesprächen einladenden soll, wie Schulleiter Schoedel erläuterte. Denn das multifunktionale Forum wird künftig nicht nur als Übungs-, Tagungs- und Veranstaltungsraum genutzt, sondern auch als Aufenthaltsbereich für Schüler. Allein für die Oberstufe wurde ein Chill-Bereich mit Sitzsäcken und bequemen Sesseln auf der Empore eingerichtet; dort, wo vorher feste Sitze installiert waren. „Die wurden im Jahr nur etwa zehn Mal genutzt“, berichtete Matthias Moos, Koordinator für Bauen und Finanzen an der GAG.

Verschwunden ist auch die alte Tribüne mit festen Stuhlreihen. Nun kommen mobile Stühle und Tische zum Einsatz. Erneuert wurden zudem Fensterfront, Fußboden, Schaukästen sowie die Bühnen-, Medien- und Lichttechnik. Neu ist der Aufgang zur Bühne und die Bühnenabtrennung. Das Technik-Konzept, so betonte Matthias Moos, sei von der AG Lichttechnik entwickelt worden, bestehend aus den ehemaligen Schülern Jan Wiese und Jan von Minden sowie von Zwölftklässler Nils Lehmann.

Ein Schmunzeln rief bei Landrat Harings das antiquierte Rednerpult hervor, an dem er stand: „Ein letztes Relikt.“ Spontan sagte Harings 500 Euro für ein neues Pult zu: „Bei 1,4 Millionen kommt es darauf auch nicht mehr an.“ Große Anerkennung zollten Harings und Schoedel Architektin Christiane Grüter aus der Kreisverwaltung: „Sie haben einen spitzen Job gemacht.“

Der nächste Bauabschnitt soll im Frühjahr 2016 beginnen: Dann stehen für rund 2 Mio. Euro die Turnhallen-Sanierung und der Bau einer Gymnastikhalle an.


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Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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