Ahlhorn „Krönender Abschluss“, „Sahnehäubchen“ und „das letzte Puzzlestück findet seinen Platz“: Diese Formulierungen sind am Donnerstagabend im Großenkneter Schulausschuss gefallen, bevor die Ratsmitglieder den Plan zur Umgestaltung des Pausenhofes am Schulzentrum Ahlhorn einstimmig befürwortet haben. Mit dem neuen Schulhof soll eine mehrjährige Phase aus Sanierungen, Provisorien, Erweiterungen und Neubauten zum Abschluss gebracht werden. Über die Jahre hat die Gemeinde nach eigenen Angaben 18,7 Millionen Euro ins Schulzentrum investiert.

Landkreis zahlt die Hälfte

Gut 500 000 Euro lässt sich die Gemeinde das Projekt kosten. Die Hälfte bezahlt der Landkreis Oldenburg als Schulträger des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Es nutzt den 3700 Quadratmeter großen Pausenhof ebenso wie die Graf-von-Zeppelin-Oberschule, die in Trägerschaft der Gemeinde steht. Beide Schulen wollen sich durch einen Spendenlauf an den Kosten für das grüne Klassenzimmer beteiligen.

„Die Außenanlagen sind in die Jahre gekommen“, meinte Bürgermeister Thorsten Schmidtke, bevor er Landschaftsarchitekt und Sportstättenplaner Oliver Kilian bat, die Pläne zu erläutern. Nach Darstellung des Bürgermeisters müsse der Schulhof erneuert, modernisiert sowie gestalterisch und funktional aufgewertet werden. Insbesondere sei es notwendig, den südlichen Innenhof als ehemaligen Containerstandort neu herzurichten. „Bei der Neugestaltung müssen die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen der Schulen ebenso berücksichtigt werden wie die Ansprüche der Lehrerschaft an einen pädagogischen Lernort im Freien“, so Schmidtke. Der Entwurf sei von der Gemeinde und dem Planer mit den Schulleitungen und dem Landkreis erarbeitet und abgestimmt worden.

Unter die Lupe genommen hatte der Planer den Innenhof, den sogenannten Bewegungshof und das grüne Klassenzimmer. Der Innenhof soll nächstes Jahr umgestaltet werden, der Bewegungshof und das grüne Klassenzimmer sind für 2020 vorgesehen.

Der Innenhof wird nach den Worten von Kilian grundlegend verändert. Künftig wird er von einer großen Spielzone aus Sand dominiert. Ein – von den Schulen gewünschter – umfangreicher Kletter- und Balancierparcours fordere zum Spielen auf und biete Platz für Kinder und Jugendliche. Drum herum verläuft ein gepflasterter Weg mit Hecken und Bäumen, an dem Sitzgelegenheiten platziert werden.

Riesige Sandfläche

Astrid Grotelüschen (CDU) bezeichnete die große Sandfläche als Wahnsinn, befürchtet sie doch, dass bei Nässe viel Sand von den Schülern in die Gebäude getragen wird. Als Alternativen nannte Kilian Kies und Holzhackschnitzel. Die Gemeinde bekam daher den Auftrag, den möglicherweise erhöhten Reinigungsbedarf in den Schulen zu berechnen.

Für den Bewegungshof sind Tischtennisplatten, Torwände, Fußballtore und Basketballkörbe vorgesehen. Im grünen Klassenzimmer wird der nicht mehr genutzte Teich zugeschüttet. Dafür wird eine zweites Rondell geschaffen, auf dem die Schüler sitzen können, so dass draußen unterrichtet werden kann.

Christoph Koopmeiners Redakteur / Redaktion Wildeshausen
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