Ahlhorn /Landkreis „Wir meinen, dass eine Reduktion im Bereich der Jugendarbeit weder wünschenswert noch förderlich ist, sondern die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, gerade im Hinblick auf den Einsatz von Diakoninnen und Diakonen, Priorität genießen sollte. Dagegen sollten andere Handlungsfelder zurückstehen.“

Damit benannte Kreispfarrer Bertram Althausen auf der im Blockhaus Ahlhorn tagenden Kreissynode des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land die gemeinsame Position von Kreiskirchenrat und Kreisjugendausschuss. Neben ihm waren auch der Vorsitzende Dr. Detlev Lauhöfer, Stellvertreterin Dorlit Woltjen und Verwaltungsleiterin Annette Oetken anwesend. Diese haben eine Eingabe „Für eine Stärkung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ bei der Landessynode eingereicht. Damit wird einer vorgeschlagenen Stellenreduzierung für Jugenddiakone um insgesamt bis zu 40 Stellen eine klare Absage erteilt. Auch wenn die Oldenburgische Kirche 124 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 einsparen müsse, „um eigenständige Oldenburgische Kirche bleiben zu können“, sollten die Einsparungen auf anderen Handlungsfeldern erreicht werden. „Wir denken“, so Althausen, „genau das sollte klare Priorität haben, wegen der großen Bedeutung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für ein nachhaltiges kirchliches Handeln.“

Im Rahmen eines neuen Pfarrstellenbesetzungskonzeptes ist der Kirchenkreis gefordert, von den 38,25 Pfarrstellen im Kirchenkreis 4,25 Stellen bis 2030 einzusparen. Hierzu wird auf der Herbstkreissynode beraten.

Die Kreissynode blickte auf die vor drei Jahren gesetzten Ziele zurück. Dazu gab es Arbeitsgruppen zu den Themenbereichen „Kinder- und Jugendarbeit fördern“, „voneinander lernen“, „Diakonie entwickeln“ und „Flüchtlingssozialarbeit unterstützen“. Saskia Kamp, neue Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes, zeigte sich erfreut, wie die Diakonie im Kirchenkreis aufgestellt ist. Dank der Arbeit ihres Vorgängers Franz-Josef Franke „sind wir da führend“. Kreisjugendpfarrerin Christiane Geerken-Thomas wies auf das neue Jugendarbeitsprojekt „KiWi“ hin. Jugendliche können dabei ein mobiles und interaktives Jugendzentrum auf Rädern in Form eines Wohnwagens vom Kreisjugenddienst für Projekte zur Verfügung gestellt bekommen. Pastorin Anne Frerichs aus Delmenhorst-Düsternort zeigte sich erfreut darüber, dass man durch die immer noch aktive Flüchtlingssozialarbeit neue Ehrenamtliche erreicht habe.

Pastor Olaf Grobleben, Ethikbeauftragter der Oldenburgischen Kirche, hielt einen Vortrag zum Thema „Kirche des gerechten Friedens werden“ und berichtete über einen friedensethischen Konsultationsprozess in der EKD, mit dem sich auch die Landessynode beschäftigt. Unter anderem regte Grobleben dazu an, in den Gemeinden daran zu arbeiten, den Volkstrauertag neu zu gestalten.

Im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land leben zurzeit 93000 Gemeindeglieder.

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