Ahlhorn Antonia und Fabrice (beide 14) kennen sich mit den Robotern schon gut aus: Die kleinen Geräte fahren auf dem Tisch eine schwarze Linie entlang, während die beiden Neuntklässler die Fahrtrichtung mithilfe des Laptops vorgeben. Die Jugendlichen gehören der AG (Arbeitsgemeinschaft) in der Ahlhorner Graf-von-Zeppelin-Schule an, die sich mit dem Programmieren und Zusammenbauen von Robotern beschäftigt. Und bald dürfte die AG weiteren Antrieb bekommen: dank einer Spende von 5000 Euro.

Kooperation im 3. Jahr

Die Spende haben Bernd Ebbing und Birgit Schilling von Exxon Mobil überreicht. Die Schule und das Unternehmen kooperieren mittlerweile im 3. Jahr miteinander. Naheliegend: Die Erdgasaufbereitungsanlage von Exxon Mobil befindet sich im benachbarten Großenkneten – und das seit mehr als 40 Jahren. Daneben hat das Unternehmen noch drei weitere Kooperationen mit Schulen in Sulingen, Vechta und neuerdings auch im Emsland.

Infotag bei Exxon Mobil

Die Auszubildenden des Unternehmens Exxon Mobil in Großenkneten, Vor dem Esch 12, organisieren am Montag und Dienstag, 3. und 4. Februar, von jeweils 9 bis 14.30 Uhr die „Mechatronikertage“. Schülerinnen und Schüler können sich über den Beruf Mechatroniker informieren.

Geboten werden unter anderem ein Willkommensfrühstück und Einblicke in den Arbeitsalltag. Wer Interesse hat, meldet sich bis Samstag, 25. Januar, per E-Mail an bernd.ebbing@exxonmobil.com oder unter Telefon  04 94/­43 56 06 13 7. Die Schuh- und Kleidergröße sollten angegeben werden und außerdem die Information, ob man Vegetarier und Allergiker ist.

Einmal im Jahr profitiert der Förderkreis der Graf-von-Zeppelin-Schule von dieser Kooperation mit einer Spende von 5000 Euro. Das Geld ist im Jahr 2019 laut Schulleiter Dirk Richter bereits in die Roboter-AG geflossen, die jetzt mithilfe der neuerlichen Finanzspritze weiter ausgebaut wird.

Aber auch fachlich erhält die Schule Unterstützung: So kommt beispielsweise bei Bedarf ein Exxon-Mobil-Mitarbeiter in den Unterricht, um über Arbeit und Ausbildung in dem Unternehmen zu informieren. Treibende Kraft sei seit Jahren Bernd Ebbing, lobt Rektor Richter. Ebbing, der seit gut 20 Jahren bei Exxon Mobil als Ausbildungsleiter tätig ist, hatte beispielsweise – unabhängig von der Schulkooperation – 2017 das „Praktikumskarussell“ mit angestoßen. Drei Wochen lang blickten die Neuntklässler jeweils drei Tage in verschiedene Betriebe: „Von Bauernhof über Kita bis hin zu Kosmetik“, erinnert sich Ebbing, dessen Auszubildenden derzeit einen Infotag für Schüler organisieren (siehe Infobox). Der Ideengeber ist der Meinung, dass die Schüler solch einen Überblick brauchen: „Der Ausbildungsmarkt ist komplexer geworden.“

Laptops aufgerüstet

Auch was Materialien angeht, profitiert die Graf-von-Zeppelin-Schule: So rangierte Exxon Mobil in den vergangenen zwei Jahren 20 Laptops aus. „Wir haben sie aufgerüstet und ein paar Akkus ausgetauscht“, erklärt Richter, während er den Schülern mit AG-Leiter Sebastian Madderken und Theresa Merz, zuständig für Berufsorientierung, über die Schulter schaut. „Wenn noch Geld übrig ist, investieren wir in einen 3 D-Drucker“, ergänzt er: „Für uns als Schule ist es wichtig, technisch auf dem aktuellen Stand zu sein. Das ist aber ein teures Unterfangen.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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