Ahlhorn Der Unterricht findet für Abschlussklassen wieder statt. Für die Schüler heißt es nun: „Lernen für den Abschluss.“ Doch wie sieht der Schulalltag in den Corona-Zeiten überhaupt aus und welche Sorgen haben die Schüler? Die NWZ hat sich in zwei weiterführenden Schulen – der Graf-von-Zeppelin-Schule und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn – umgehört.

„Wir haben 120 Schüler der Abschlussklassen 9 und 10. In zwei Schichten verteilt kommen jeden Tag 60 Schüler zu uns“, teilt Dirk Richter, Schulleiter der Graf-von-Zeppelin-Schule, mit. Mit einem Einbahnsystem, festen Laufwegen, einem gleichmäßig verteilten Schulbussystem, bestimmten Pausenbereichen und weiteren Hygienebestimmungen soll der „Neustart“ das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus möglichst gering halten. Ein Mund-Nasen-Schutz ist für die Schüler Pflicht, zumindest außerhalb des Unterrichtsraums. Während des Unterrichts ist kein Mundschutz verpflichtend, da Sicherheitsabstände von Lehrern und Schüler eingehalten würden, so der Schulleiter.

Bei den vom Kultusministerium vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen und Hygienemaßnahmen einen Hauch von Schulalltag zu empfinden, scheint auf dem ersten Blick schwierig. „Für mich ist es zwar kein Alltag und schon noch eine Ausnahmesituation, aber wenigstens sieht man seine Freunde in der Schule mal wieder“, meint der 16-jährige Finn-Ole Ramour, GVZ-Schülersprecher. Er ist aktuell in der 10. Klasse der Realschule. In circa einem Monat stehen die Abschlussarbeiten an. Sein Alltag sieht jetzt wie folgt aus: fünf Tage im Wechsel Home-Schooling und Schulunterricht.

Findet man überhaupt seinen Rhythmus in diesen Zeiten? „Ich habe ein bisschen Angst vor der Mathematik-Arbeit, aber ansonsten bin ich sehr froh darüber, dass ich wieder zurück bin.“ Besonders schwer falle ihm, dass der Kiosk nicht geöffnet sei. „Da habe ich mir jeden Tag mein Frühstück geholt. Das fehlt einfach.“

Etwas anders sieht es am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium aus. Abschlussklassen gibt es in diesem Schuljahr nicht. Die Schüler des 12. Jahrgangs kehren voraussichtlich in der nächsten Woche wieder an das Gymnasium zurück. Darauf sollen in Abschnitten die anderen Oberstufenschüler folgen.

Der Unterricht findet aktuell ausschließlich im Fernunterricht statt. Die Schüler bekommen Aufgaben gestellt, die in der Oberstufe bewertet und für alle anderen Klassen nur auf eigenen Wunsch bewertet werden können. „Für das E-Learning haben wir viele positive Rückmeldungen bekommen. In einigen Fällen haben wir unsere Laptops an die Schüler verliehen. Das war jedoch die Ausnahme“, berichtet Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett.

Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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