Achternmeer So schnell kann Umweltschutz gehen, wenn viele mithelfen: Grundschüler aus Achternmeer haben gemeinsam mit Schülern aus Uganda und der IGS Flötenteich in Oldenburg am Donnerstag 400 Schwarzdorn-Sträucher gepflanzt. Nicht einmal eine Stunde lang hat die Aktion gedauert – der Nutzen allerdings ist langfristig. „Der Schwarzdorn ist ein Frühblüher und kommt dadurch den Bienen zugute, die ab März auf Futtersuche sind“, erklärt der Achternmeerer Alfred Meyer, der den Schülern sowohl die Pflanzen als auch die Fläche zur Verfügung gestellt hat. Die Initiatorin der IGS Flötenteich, Annegret Meyer, ist seine Nichte und stieß mit ihrer Idee bei ihm auf offene Ohren: Rund um sein Haus hat Meyer großflächig Futter- und Rückzugsmöglichkeiten für Insekten und andere Tiere geschaffen.

Auch die Grundschule Achternmeer hat Annegret Meyer ins Boot geholt. „Wir waren sofort Feuer und Flamme für die Aktion“, erzählt Julia Wulf. Die Lehrerin leitet die Umwelt-AG an der Grundschule. Für die Kinder sei es eine ganz besondere Erfahrung, ein solches Projekt mit ausländischen Jugendlichen realisieren zu können. „So haben sie erfahren, dass Umweltschutz und Baumpflanzaktionen längst nicht nur ein Thema in Deutschland sind, sondern sich junge Menschen weltweit für Klimaschutz einsetzen und überall die gleichen Probleme haben.“ Im vergangenen Jahr waren die Eisbären, die durch das Abschmelzen der Eisberge ihren Lebensraum verlieren, Thema der Umwelt-AG. „Jetzt haben die Kinder erfahren, dass in Uganda die Gorillas in Gefahr sind, weil auch ihr Lebensraum stetig kleiner wird“, so Julia Wulf.

Die Mitglieder der Sosolya Unduga Dance Academy – einem Förderprojekt für Kinder und Jugendliche aus den Slums im ugandischen Sosolya – sind bereits mehrfach zu Gast an der IGS Flötenteich gewesen. Die Gruppe hat in diesem Jahr in einer Tanzperformance das Thema Klimaschutz aufgegriffen.

Die Pflanzaktion in Achternmeer ist eingebunden in ein längerfristiges Projekt. „Unsere Schüler werden diese Fläche weiter bearbeiten“, plant Annegret Meyer. So sollen unter anderem die Früchte geerntet und verarbeitet werden. Da sind, ist Julia Wulf überzeugt, auch die Achternmeerer Kinder gern wieder dabei. Und auch die IGS-Lehrerin begrüßt diese Zusammenarbeit: „Klimaschutz muss mit den Kindern anfangen. Sie können die Idee und die Haltung, die Umwelt zu schützen, weitertragen.“

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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