Mit Kräutern lockt man Leute: Mehr als 30 Begleiter hatte Gästeführerin Annette Dick am Sonntag bei ihrer Landpartie in Bookholzberg. „Für alles ist ein Kraut gewachsen“: Unter diesem Motto stellte die Schierbrokerin ihren Gästen beim Spaziergang durch den unteren Ort zahlreiche Kräuter vor, ließ sie schnuppern und schmecken, schilderte die verschiedenen Wirkungen der Pflanzen und erzählte unterhaltsame Geschichten aus früheren Zeiten, in denen mit Kräutern allerlei Aberglaube Verbunden war. Besonders interessant fanden viele das „Gummibärenkraut“ – ein Gewächs, das tatsächlich einen Hauch verströmt wie aus der Haribo-Tüte. Zum Abschluss ging’s dann zur Gärtnerei Böttjer, wo Inhaber Peter Böttjer den Besuchern sein mehr als 300 Sorten umfassendes Kräutersortiment präsentierte. Dort trug die Kräuter-Expertin Sabine Schumacher nicht nur zur umfassenden Information bei – sondern auch zur Labsal, denn sie hatte für die Gruppe verschiedene Sorten Kräuterlimonade vorbereitet.

Genügend Getränke bereitgestellt hatte am Sonnabend auch Ralf Eilers. Der Ganderkeseer empfing vor seinem Haus an der Grüppenbührener Straße gleich zwei Schützenvereine – seinen Heimatverein aus Ganderkesee, der erst am letzten Juni-Wochenende seine Schützenkönige ermittelt, und die Sportgilde Bassum, die schon einen Schützenkönig hat: Ralf Eilers eben. Durch geschäftliche Beziehungen war der selbstständige Bauingenieur mit den Schützen der Stadt im Nachbarkreis Diepholz in Kontakt gekommen und vor zwei Jahren der Sportgilde beigetreten. Und gleich bei seiner ersten Teilnahme 2013 gewann er das Königsschießen. „Dass die Ganderkeseer so wahnsinnig gut schießen können, hätten wir nicht gedacht“, zeigte sich Sportgilde-Präsident Horst-Dieter Jobst am Sonnabend beeindruckt. Die Bassumer waren nach Ganderkesee gekommen, um nach traditioneller Art am Haus von Ralf und Astrid Eilers die Königsscheibe anzubringen. Die Zeremonie, an der auch die Ganderkeseer Schützen mit ihrer Königin Petra Hubmann-Lübbe und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee unter Leitung von Sabine Engelmann-Lemke teilnahmen, musste allerdings um eine gute Stunde verschoben werden: Die Sportgilde hatte vergessen, die Königsscheibe einzupacken.

Nichts vergessen hatten die Mitglieder des Ortsvereins Falkenburg-Habbrügge, als sie am Sonntagmorgen beim Falkenhuus zur traditionellen Dorfradtour starteten. Mit 21 Teilnehmern war die Gruppe allerdings deutlich kleiner als in vergangenen Jahren. „Wir hatten auch schon mal 50 Mitfahrer“, berichtete Vorsitzender Jürgen Hakkel. Diesmal ging’s durch den Hasbruch in die Nachbargemeinde Hude, wo das „Gartenparadies“ von Horst und Hilde Stünkel besichtigt wurde. Nach einer ausgiebigen Stärkung im Vielstedter Bauernhaus ging’s am Nachmittag in gemütlichem Tempo zurück nach Hause.

Viel Bewegung herrschte am Sonntag auch im Ganderkeseer Ortskern: Das „Haus der Kampfkünste“ stellte zur Eröffnung zahlreichen interessierten Gästen sein Trainingsprogramm in verschiedenen asiatischen Kampfsportarten sowie aus dem Fitness- und Breakdance-Bereich vor. Markus Linke (38) und Stefan Doersch (32) haben in der Rathausstraße 20 „perfekte Räumlichkeiten“ gefunden, um nach der Sportakademie Oldenburg und den Budokan-Sportschulen in Rhauderfehn ihre dritte Niederlassung mit kampfsportlichen Angeboten zu gründen. Dienstags bis freitags können Kinder hier künftig Karate, Jiu Jitsu, Schwertkampf, Breakdance, Hip-Hop oder Xapuana (eine asiatische Kampfsport-Akrobatik) erlernen, für Erwachsene wird zunächst Schwertkampf angeboten. „Das Angebot wird noch wachsen“, versprechen die beiden Inhaber, die auch Sommercamps, Übernachtungs-Aktionen oder Shows veranstalten sowie Schulen und Kindergärten einladen wollen. Doersch und Linke, beide Schwarzgurt-Trainer in mehreren Disziplinen, werden selber vor Ort sein, greifen aber auch auf zwei Mitarbeiter und zwei Auszubildende zurück.

Harmonisch und getragen klang das Ganderkeseer Veranstaltungsprogramm am Sonntagabend in der St.-Cyprian- und Corneliuskirche aus: Die ev.-luth. Kirchengemeinde hatte zur Abendmusik geladen und gut zwei Dutzend Musikfreunde waren gekommen. Sie erfreuten sich am klaren Sopran von Jutta Keller sowie am versierten Spiel von Helga Thomas und Norbert Ternes (Violinen), Bodo Bemmer (Viola), Christiane Rudolph (Cello) und Peter Elgeti (Orgelpositiv). Neben Telemann und Krieger erklang Bach – aber nicht der berühmte Johann Sebastian, sondern dessen von ihm musikalisch sehr geschätzte Vettern Johann Ludwig und Johann Bernhard.

Ein Jahr lang haben sie bei den monatlichen Pokalschießen des Schützenvereins Bookholzberg um Ringzahlen und Punkte gekämpft – nun wurden die besten Teilnehmer als Pokalsieger der Saison 2013/14 geehrt. Bei den Damen war Cornelia Rüdebusch mit 37 Punkten erfolgreich, Ihr folgten Franziska Wührdemann (13) und Gerlinde Bureck (12). In der Schützenklasse siegte Volker Rüdebusch mit 23 Punkten vor Ingo Hammler und Wilfried Frerichs (beide 20). Jahresbester in der In der Altersklasse wurde Heino Bleckwehl (21 Punkte), den zweiten Platz teilten sich auch hier Wilfried Frerichs und Ingo Hammler mit je 20 Punkten. Bei den Senioren gewann Horst Behrmann (18) vor Herribert Brokate (15) und Peter Behrmann (12). 14 Punkte genügten Joshua Josquin zum Erfolg in der Schülerklasse, hinter ihm platzierten sich Maximilian Wägner (12) und Jan Börsch (6). Bei der Jugend siegte Pierre Grimm mit 16 Punkten vor Tom Hasselberg (9) und Alexander Bothe (8). Stolze 35 Punkte schaffte bei den Junioren Tobias Frerichs, mit weitem Abstand folgten Fabian Free (4) und Yannik Helbig (3).


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