Wilhelmshaven Der SV Wilhelmshaven hat am Freitagabend vor über 200 Zuschauern den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel eingefahren. Im Derby gegen den Heidmühler FC hieß es nach 90 Minuten 3:1, den besseren Start erwischten jedoch die Gäste.

Schon in der 6.Minute musste SVW-Keeper Pavel Kolev sein Können nach einem Schuss von Julien Stresow zeigen, eine Minute später war er jedoch geschlagen. Jakub Kurzawa schloss unhaltbar zur Gästeführung ab. Nach einer Ecke köpfte Kurzawa zur Gästeführung.

Fortan ging es ein wenig hin und her, ohne dass sich beide Mannschaften jedoch zwingende Torchancen erarbeiten konnten. Einen Schuss von Marc Steinkraus parierte HFC-Torwart Lukas Gerdes und auch ein Geschoss von Nikolay Drosev konnte Gerdes nicht überwinden.

In der 39.Minute war es dann aber doch soweit, Pavel Drosev verwandelte einen Handelfmeter zum Ausgleich, mit dem es auch in die Kabine ging.

In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein spannendes Derby zweier Teams auf Augenhöhe. Im Verlauf der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Teams ein wenig. Hier mal eine Ecke, da mal eine Möglichkeit doch in der 82.Minute landete ein Freistoß von Nikolay Drosev zum 2:1 im Heidmühler Tor.

Drei Minuten später machte Roberto Markov mit dem 3:1 alles klar. Das 4:1 blieb aus, ein Kopfball von Michael Olbrys landete an der Latte. „Wir haben sehr gut begonnen und uns auch Vorteile erspielt, sind dann nach einem Standard aber kalt erwischt worden“, sagt SVW-Co-Trainer Florian Schmidt.

„Das Gegentor war aber vielleicht sogar wichtig, denn anschließend waren wir viel besser in der Partie und konnten auch den Ausgleich erzielen. Für die zweite Hälfte war unser Ziel, griffiger in den Zweikämpfen zu werden. Nach dem 2:1 machte Heidmühle mehr auf, was unserem Spiel entgegenkam. Ich denke die Zuschauer haben ein gutes Derby zweier Spielstarker Mannschaften gesehen“.

„Wir konnten heute nicht wirklich unser Spiel durchdrücken. Wilhelmshaven hat kämpferisch überzeugt, wir haben uns nur in der ersten Hälfte zu sehr auf das Spiel der Gastgeber eingelassen“, sagt HFC-Coach Daniel Oleksyn. „SVW hat viel mit langen Bällen agiert, aber es war heute auch nicht unser Abend. Trotzdem, wenn es 1:1 endet, wäre es auch OK, denn das Spiel war schon ausgeglichen“.

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Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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