Nordenham /Wesermarsch Die Vorsitzende der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) in der SPD im Unterbezirk Wesermarsch, Verena Sievers-Kania aus Nordenham, und die Vorsitzende des AsF-Ortsverbandes Nordenham, Heidi Brunßen, sind laut einer gemeinsamen Pressemitteilung sehr bestürzt und wütend über die angekündigte Schließung der Geburtsabteilung und Gynäkologie der Helios-Klinik Wesermarsch in Esenshamm.

Die Frauen fragen wörtlich kritisch: „Eine erst 2017 eröffnete Klinik mit einer modernen Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe schließt diese Stationen schon nach so kurzer Zeit wieder? Wie kann das passieren? Eine massive Fehlplanung der Geschäftsleitung auf dem Rücken der Frauen und Familien oder warum konnte hier nicht bei den ersten Anzeichen gegensteuert werden?“

Die beiden AsF-Frauen kritisieren darüber hinaus: „Die gesamte Wesermarsch ist dann ohne stationäre Geburtsmöglichkeit, Frauen müssen einen viel weiteren Weg in die umliegenden Krankenhäuser auf sich nehmen mit der Gefahr, es doch nicht rechtzeitig dorthin zu schaffen.“

Der Mangel an Hebammen, die eine Hausgeburt anbieten, verstärke diese Problematik noch zusätzlich. Immer weniger Hebammen und immer höhere finanzielle Anforderungen an die ausübenden Hebammen sorgten für eine Verringerung der Lebensqualität und eine katastrophale Versorgung der Frauen in der Wesermarsch.

Verena Sievers-Kania und Heidi Brunßen befürchten angesichts der Probleme: „So gewinnt die Wesermarsch keine neuen Einwohner, sondern wird weiterhin junge Familien verlieren.“

Die beiden AsF-Vorsitzenden fordern sowohl die Vertreter der Stadt Nordenham als auch die Vertreter des Landkreises Wesermarsch auf, sich gegen die geplante Schließung der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Esenshammer Helios-Klinik einzusetzen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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