Nordenham Moorriem ist das Plattdeutsch-Mekka in der Wesermarsch. Davon konnten sich Sonnabend 200 Besucher beim „Plattdüütsch Nahmiddag“ des Rüstringer Heimatbundes überzeugen.

Wie jedes Jahr in der Adventszeit lasen beim plattdeutschen Nachmittag in den „Weserterrassen“ in Nordenham die Sieger des plattdeutschen Vorlesewettbewerbes ihre Geschichten vor. Der Koordinator des Wettbewerbs in der Wesermarsch, Hergen Drieling aus Rodenkirchen, erklärte, dass der Wettbewerb der Oldenburgischen Landschaft in fünf Altersgruppen von Klasse 3 bis Klasse 9 durchgeführt wird.

Leider hätten sich in der Wesermarsch nur sieben Schulen an dem alle zwei Jahre stattfindenden Lesewettstreit beteiligt, bedauerte Hergen Drieling, wies aber daraufhin, dass „de Leistungen von de Deelnehmers woller ganz famos wehren“. Alle fünf Sieger, einer war Sonnabend verhindert, kommen aus Moorriem.

Felix Thümler, Sieger in der Altersgruppe 4. Schuljahr, las die Geschichte „180 Pund Päper“ vor. Dora Melius (5./6. Schuljahr) hatte viele Lacher mit „De Weihnachtsgoos“. Ebenfalls um Weihnachtsessen ging es in der Geschichte „Vör Weihnachten smeckt se am besten“, die von Jördis Weerda (7./8. Schuljahr) vorgetragen wurde. Bei „Mamaaa, wat giiift?“ von Eske Verhoef (ab 9. Schuljahr) erinnerten sich viele Zuhörer an ihre Kindheit, als sie drängende Fragen nach Mittagessen und Taschengeld stellten.

Viel Beifall und ein kleines Geschenk, überreicht von Annegret Martens vom Rüstringer Heimatbund, belohnte die lüttjen Plattsnacker, von denen einige auch beim Oldenburg- und sogar beim Landesentscheid gut abgeschnitten haben.

Nicht nachstehen wollten im Verlaufe des Nachmittag „de groden Plattsnacker“: Martin Eden, Gundala Niedzella, Erwin Jürgens, Klaus Wessels, Amanda Kummerhoff, Reinhard Meyer, Petra Schomaker und Hans Willms. Sie wurden für ihre Vorträge mit viel Applaus bedacht.

Der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes, Hans-Rudolf Mengers aus Stollhamm, wünschte den 1500 Mitgliedern des Vereins ein besinnliches Weihnachtsfest, zu dem der Heimatbund als Jahresgabe das schon jetzt viel beachtete Buch „Rüstringer Heimatbund und Nationalsozialismus“ herausgegeben hat.

Hans-Rudolf Mengers wies auf die Bedeutung des Weihnachtsfestes für Kinder hin, die der Bescherung entgegenfieberten. Für Erwachsene sei es Anlass zu innerer Einkehr, Zeichen für Hoffnung und Zuversicht. So zitierte er den Heimatdichter Hein Bredendiek aus Jever (1906-2001).

Die Gruppe Jasch aus Nordenham erfreute auch mit ihrem Nordenham-Lied.

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