NORDENHAM Das Theaterstück „Dash 4 Zoe“ ist eine erfolgreiche Inszenierung, für die der Regisseur und Lehrer Hartmut Neumann genau die richtigen Akteure ausgesucht hat. Alle 15 Gymnasiasten aus den achten bis zwölften Klassen hatten in den zurückliegenden Wochen weitgehend ihre Freizeit geopfert, um ihrem Publikum die Texte und die Choreographie einwandfrei präsentieren zu können.

Bei der Premiere am Dienstagabend in der Aula des Gymnasiums spendeten die Zuschauer begeistert Applaus. Mehrere gesungene Texte, von Sabrina Pargmann hervorragend am Klavier begleitet, gaben dem Stück einen gewissen Musical-Charakter. In einer Einführung wurde darauf hingewiesen, dass das Stück im Jahr 2035 spielt. Die Welten der Reichen und der Armen existieren nebeneinander. In den mit allem erdenklichen Luxus ausgestatteten Städten, den Suburbs, wohnen die Reichen, deren Leben von einem mächtigen Polizeiapparat geschützt wird.

Die in der Welt der Armen lebenden Chippies, die sich angeblich am liebsten von Chips ernähren, leben inmitten von Unrat in den heruntergekommenen Städten des letzten Jahrhunderts. Die radikale Jugendgang Dreds trifft sich in den verqualmten Kneipen, in denen man Schnaps und Drogen bekommt. Chippies gelangen nur in die neuen Städte, wenn sie dort ordentlich registriert als Hausmädchen oder bei der Müllabfuhr arbeiten. Für jugendliche Subbies ist es besonders reizvoll, diese Chippie-Kneipen aufzusuchen, weil sie dort für ihr vieles Geld, unbemerkt von Eltern oder Polizei, besten Schnaps bekommen.

In der Kneipe „Blue“ verliebt sich Subbie Zoe Hals über Kopf in den Chippie Dash. Doch eine solche Verbindung ist aus Sicht der Subbies unmöglich und zudem nicht erlaubt. Ihre beste Freundin versucht, die liebesblinde Zoe von einer solchen Verbindung fern zu halten. Und auch Zoes 90-jährige Großmutter warnt ihre Enkelin vor möglichen Enttäuschungen. Und auch Dash von den Chippies sitzt bei seinen Eltern. Seine Schwester rät von der Liebesbeziehung ab. Doch Dash erinnert sich an den Abwasserkanal, durch den er zu den Subbies gelangen will, um Zoe zu treffen. Eine schriftliche Nachricht hatte er ihr durch einen Müllarbeiter zukommen lassen.

Dramatisch geht es nach der Pause zu. Bei Blitz und Donner ertönen Polizeisirenen. Gesucht wird der von der Geheimpolizei gesehene Dash. Der trifft sich derweil mit Zoe, deren drei Freundinnen eine Rempelei mit Dash beginnen, ihn zu Boden werfen und mit den Füßen traktieren. „Subbie-Lover werden hier nicht alt“, rufen sie. Die Polizei besucht Zoes Eltern, weil Zoe nicht nur „Gehirnwäsche“ unter eine schulische Strafarbeit geschrieben hatte, sondern auch, weil sie durch den Tunnel in die Chippietown gegangen war, um Dash zu treffen.

Ihr Vater meint, sie habe jetzt Kontakte zur Unterwelt, und die Familie könne mit diesem Makel nicht länger hier wohnen und müsse auf Anraten auch der Polizei in eine andere, weit entfernte Stadt umziehen. Zoe versucht noch, bei ihrer Großmutter unterzukommen, um ihre gewohnte Umgebung, ihre Freundinnen und vor allem die Nähe zu Dash nicht aufgeben zu müssen. Schließlich flieht Zoe zu Dash. Die Beiden fallen sich in die Arme. Der Vorhang schließt sich. Ob das ein Happy End ist, bleibt den Zuschauern überlassen.

Das zum Nachdenken anregende und auch zu Herzen gehende Stück ist letztmalig an diesem Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums zu sehen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.