Blexen Es war bestes Boßelwetter: Klirrende Kälte, eine trockene Bahn, gefrorene Gräben, verschlossene Durchläufe. Nur der scharfe Ostwind störte ein wenig. Da kamen Glühwein und Berliner, die Familie Lia und Walter Peters auf halber Strecke im Namen der Dorfgemeinschaft Volkers servierten, gerade richtig.

Die insgesamt 135 Boßlerinnen und Boßler hatten sich anderthalb Stunden zuvor auf dem Wendeplatz vor der Blexer St.-Hippolyt-Kirche getroffen. Sie folgten dem traditionellen Ruf der Dorfgemeinschaft Blexen zum inzwischen 31. Event „Blexen gegen den Rest der Welt“. Um die Wartezeit am Sammelplatz zu überbrücken und auch um ein wenig von innen einzuheißen, schenkte die Freiwillige Feuerwehr den obligatorischen Schluck aus.

Mit roten Nasen und glühenden Wangen, dick eingemummelt und mit Schal, Handschuhen und Pudelmütze bewaffnet, ab und zu hüpfend, um den Frost abzuschütteln, warteten die Sportler auf die Einteilung. Dorfgemeinschaftssprecher Carsten Büsing stellte sich auf einen Wackerstein: „Irgendwie recht schattig heute,“ sagte er. Und er wünschte der Veranstaltung einen fairen und guten Verlauf – und wünschte sich natürlich, dass die Blexer gewinnen.

Insbesondere hieß Carsten Büsing die stellvertretende Landrätin Heidi Brunßen, Bürgermeister Hans Francksen und seinen Vertreter Ulf Riegel, die Werkleiter Cord Siefken von Premium Aerotec und Peter Aengeneyndt von Kronos Titan sowie den Betriebsleiter Uwe Opitz von Rhenus Midgard und den Kreissportbundvorsitzenden Wilfried Fugel willkommen.

Die Helfer der Dorfgemeinschaft teilten die 135 Teilnehmer in zwölf Männer- und sechs Frauenmannschaften ein. Und los ging’s am Deich entlang über insgesamt fünf Kilometer oder zweieinhalb Stunden. Carsten Büsing sollte Recht behalten: Am Ziel hatte der Rest der Welt wieder einmal das Nachsehen und die Blexer hatten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Nase vorn. Über den Punkteabstand wollte sich der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft nicht äußern. Nur: „Es war schon heftig!“ Ohnehin ist das Ergebnis dieses traditionellen Wettkampfes nur nebensächlich.

Durchgefroren, aber bestens gelaunt trafen sich die Boßler anschließend zum Grünkohlessen im Landgasthof „Zur alten Eiche“. Hier wurden die Stellvertretende Landrätin Heidi Brunßen zur Kohlkönigin und Thomas Schmeyer, im Dorf gut bekannt als „Blexer Rotrock“, zum Kohlkönigspaar gekrönt.

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