Friedrich-August-Hütte Der Dreiakter „Twee Kisten Rum“ ist ein Klassiker. Nicht nur für das Hamburger Ohnsorg-Theater, sondern auch für die Niederdeutsche Bühne Nordenham. De Plattdüütschen führen das humorvolle Stück nach 25 Jahren erneut auf. Am vergangenen Freitag hatten die Besucher der Premiere im Kasino Friedrich-August-Hütte jede Menge Spaß.

Das Lustspiel bildet den Abschluss der Veranstaltungen im Alma-Rogge-Jahr der Bühne. Die bei Rodenkirchen geborene Dichterin ist Autorin des Stücks. Mit „Twee Kisten Rum“ hat Alma Rogge eine Hommage an ihre Heimat und eine Liebeserklärung an die typisch norddeutschen Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten geschrieben. Sie prägen die Handlung, in der mitunter auch ein paar nachdenklich Töne anklingen.

Rührend anzusehen

Ein Unikum ist der ebenso steife wie diensteifrige Zöllner Timpe (Adrian Büsing). Das gilt aber genauso für den alten Schmuggler August von Katjendörp (Rolf Warnke). Den weiblichen Gegenpart verkörpert die aparte Servierkraft Lieschen (Christina Eilers), die den männlichen Gästen im Freesenkroog den Kopf verdreht. Vor allem dem jungen Dirk Uffers (Ingo Laddach), der längst ein Auge auf die schmucke Deern geworfen hat. Das zarte Werben der beiden ist rührend anzusehen.

„Twee Kisten Rum“ läuft bis 16. November

Neun weitere Aufführungen des Stücks „Twee Kisten Rum“ sind im Kasino Friedrich-August-Hütte zu sehen. Das sind die Termine: Donnerstag, 7. November, ab 19.30 Uhr, Freitag, 8. November, ab 19.30 Uhr, Sonnabend, 9. November, ab 15.30 Uhr, Sonntag, 10. November, ab 15.30 Uhr, Mittwoch, 13. November, ab 19.30 Uhr, Donnerstag, 14. November, ab 19.30 Uhr, Freitag 15. November, ab 19.30 Uhr sowie am Sonnabend 16. November, ab 15.30 Uhr.

Karten für das Stück gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik (NMT) am Marktplatz, im Landhotel Butjadinger Tor in Abbehausen, bei der Butjadinger Tourismusgesellschaft TSB in Burhave und im Ferienpark von Center Parcs in Tossens. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Karten online auf der Homepage der Niederdeutschen Bühne (www.ndb-nordenham.de) zu erwerben. Die Karten sind ab 9 Euro erhältlich.

Zur Runde der ehrbaren, aber auch durchtriebenen Männer, die sich regelmäßig im Freesenkroog treffen, gehört auch Gerd Tietjen (Gerd Hantke). Eines Tages sitzen sie Pfeife rauchend vor der Seemannskneipe, trinken einen starken Rum und schwadronieren von einem „überseeischem Geschäft“. Sie haben im Schilf drei Kisten mit Rum versteckt und wollen sie des Nachts am Zoll vorbei an Land schmuggeln. Die Wirtin Annette Küppers (Dagmar Reins) steckt mit ihnen unter einer Decke – aus Liebe zu dem jungen Fischer Dirk. Der allerdings hat sich bereits in ihre Nichte Lieschen verguckt.

Große Schwierigkeiten bereitet ihnen der neue diensteifrige Zöllner Timpe. Auch er hat sein Herz verloren – an Guste (Melissa Hattermann), der Tochter des Torfschiffers August von Katjendorp. Eingeweiht in den Plan ist auch Lüder Bohls (Torsten Lange). Er schiebt Wache und spielt auf dem Akkordeon, wenn die Luft rein ist.

Viele Verwicklungen

Schließlich kommt es zu einer Reihe von komischen Verwicklungen. Eine Kiste Rum wird vom Zöllner beschlagnahmt. Die drei Schmuggler und ihre Komplizen geraten in Bedrängnis. Und dann kehrt plötzlich auch noch der für verschollen gehaltene Wirt des Freesenkroogs heim, Hinnerk Küppers (Dirk Langerenken). Seine Ehefrau Anette, die dralle und lebenslustige Gastwirtin, hat den Laden in den vergangenen drei Jahren gut alleine gewuppt. „Den haben längst die Haifische gefressen“, glaubt sie und traut ihren Augen nicht, als ihr Ehemann plötzlich in der Tür steht. Welchen Grund dieses plötzliche Auftauchen des Seebären und Weltenbummlers hat und ob der Zöllner seine Guste bekommt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Die schwungvolle Handlung hat der Regisseur Jürgen Reiners bestens in Szene gesetzt. Die acht Darsteller verkörpern ihre Rollen glaubhaft, während ihres Spiels wird deutlich, wie viel Arbeit sie in die Proben gesteckt haben. Das Premierenpublikum belohnte ihren Fleiß und ihr Spiel mit lang anhaltendem Applaus.

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