Ellwürden Die 125-Jahr-Feier des Ellwürder Bürgervereins sei mitnichten eine „kleine Geburtstagsfeier mit ein paar guten Freunden“ gewesen, vielmehr ein riesiges Ereignis, mit dem der Verein einmal mehr eindrucksvoll bewiesen habe, „dass er Großes leisten kann.“ Anlässlich des Festaktes habe Bürgermeister Carsten Seyfarth dem Verein sogar die Attribute „jung, dynamisch, kreativ und auch ein bisschen verrückt“ zugeschrieben, erinnerte sich Bürgervereinsvorsitzender Norbert Hartfil in seinem Jahresrückblick während der Jahreshauptversammlung im Landhotel Butjadinger Tor.

Unvergessliche Wochen

Einerseits sprach aus seinen Worten durchaus der Stolz darüber, dieses „Jahr der Superlative 2017“ trotz des immensen Arbeitsaufwandes gewuppt zu haben, andererseits aber auch die Erleichterung darüber, dass diese „unvergesslichen Festwochen“ den finanziellen Rahmen nicht sprengten. Norbert Hartfil: „Das macht uns so schnell keiner nach. Wir können stolz auf unseren Bürgerverein sein.“

Demografischer Wandel bereitet Sorgen

Als weitere anstehende Termine nannte der Vorsitzende des Bürgervereins Ellwürden, Norbert Hartfil, den österlichen Skat- und Spieleabend am 29. März sowie die Ein-Tages-Fahrt ans Steinhuder Meer am 26. Mai. Die Mehrtagesfahrt führt vom 10. bis 14. September an Rhein und Mosel.

Einen kleinen Wermutstropfen goss der scheidende Kassenwart Michael Tautz in die allgemein gute Stimmung: Zwar sei die Mitgliederzahl mit 931 nahezu konstant und die Finanzen seien so solide, dass es zurzeit keine Veranlassung gebe, die Beitragszahlungen zu erhöhen. Doch gehe auch am Ellwürder Bürgerverein der demografische Wandel nicht spurlos vorbei. Nur 27 der Mitglieder gehörten der Altersgruppe unter 30 Jahre an. Und in der Gruppe zwischen 40 und 50 Jahren habe sich die Zahl nahezu halbiert. Das sei der tiefste Stand, seit er 2009 die Kassenführung übernommen habe – und das bereite ihm Sorgen.

Mehrere Jahre lang hatte der Vorstand auf dieses Ereignis hingearbeitet. Um die Kontinuität nicht zu gefährden, war der Verein im letzten Frühjahr sogar von dem in der Satzung verankerten Zwei-Jahres-Rhythmus bei der Neuwahl des Vorstandes abgerückt und hatte dem alten Vorstand ohne Wenn und Aber en bloc noch einmal weitere zwölf Monate gegeben.

Denn die 125-Jahr-Feier bedeutete für alle einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte, ein Ziel, das niemand gefährden, geschweige denn verpassen wollte. Sie war aber zugleich auch eine Zäsur.

Dies zeigte sich jetzt während der Jahreshauptversammlung: Jan Rosenau, der seit 2007 dem Vorstand zunächst als Beisitzer und seit 2011 als dritter Vorsitzender angehörte, legte aus beruflichen Gründen sein Amt nieder. Auch Michael Tautz, der seit 2009 die Kasse führte, sowie das Bürgervereins-Urgestein Silvia Naumann, seit 31 Jahren zunächst als Schriftführerin und später als Beisitzerin im Vorstand und hier verantwortlich für die Mitgliederverwaltung, zogen einen Schlussstrich unter ihre aufreibende ehrenamtliche Arbeit.

Da die Rücktritte angekündigt waren, hatte der Vereinsvorstand Alternativvorschläge parat – und die Versammlung hob anerkennend die Daumen: Fynn Roth rückte als neuer dritter Vorsitzender nach, Christina Freese als Kassenwartin und Ilka Wiemers als neue Beisitzerin.

30 Obleute aktiv

Überraschungen bei der Vorstandswahl gab es nicht. In der Vereinsspitze ohne Gegenstimme wiedergewählt wurden Norbert Hartfil (1. Vorsitzender), Heinrich Schröder (Stellvertreter), Ute Neuhaus (Schriftführerin) sowie Hergen Moriße und Dorit Schlack als weitere Beisitzerinnen. Auch bei der Übernahme der fast 30 Obleute-Aufgaben im erweiterten Vorstand gab es nur wenige Veränderungen.

In seinem Rückblick auf die Monate seit der Herbstversammlung sprach Norbert Hartfil „die tolle Nikolausfeier“ Anfang Dezember an. Es sei die 23. in der Vereinsgeschichte gewesen. 120 Gäste erlebten sie als überaus stimmungsvoll, weihnachtlich und unterhaltsam.

Geradezu spektakulär sei auch der Kartenvorverkauf für den Ellwürder Karneval gelaufen. Das Narrenfest steht am 10. Februar unter dem Motto „Ellwürden goes Hollywood“. Es wird mit etwa 650 Gästen gerechnet. Norbert Hartfil: „Nach noch nicht einmal 40 Minuten waren schon alle Sitzplätze im großen Saal der Friedeburg vergriffen.“ Es gebe jetzt nur noch wenige Stehplatzkarten.

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