NORDENHAM Statt selbstzufrieden oder auch wehmütig nur zurückzuschauen oder gar sich zu feiern, bevorzugt die katholische St.-Willehad-Gemeinde in ihrem Jubiläumsjahr suchende Blicke nach vorne. Leitmotiv ist nicht das Wohlergehen der Kirche selbst. Das Motto heißt kurz gefasst: „Suchet der Stadt Bestes“.

Vollständig lautet dieser Leitsatz nach dem Jeremiasvers: „Suchet der Stadt Bestes (...) und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“ Diesen Arbeitsauftrag des Propheten Jeremias will die Willehad-Gemeinde mit vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen aufgreifen. Noch ist nicht alles fest geplant. Begonnen wird mit vier Adventsreden.

Das Jubiläumsjahr „100 Jahre St. Willehad Nordenham“ bezieht sich auf das 100-jährige Bestehen der 1909 gebauten St.-Willehad-Kirche. Es geht aber weniger um das Jubiläum dieses Gebäudes, sondern viel mehr um die Menschen, um eine lebendige Kirchengemeinde.

1908 soll es nur etwa 300 bis 400 Katholiken in der damaligen Missionsgemeinde Nordenham gegeben haben. Für ihre im Zuge der Industrieansiedlungen weiter wachsende Zahl ermöglichten Geldspenden der katholischen Bevölkerung Südoldenburgs den Bau der Kirche.

Zu den etwa 1000 Katholiken vor Ende des Zweiten Weltkrieges kamen nach Kriegsende 2000 aus Schlesien hinzu. Architekt des Umbaus der Kirche und von Erweiterungsbauten in den Jahren 1959 bis 1963 war der damalige Pfarrer Heinrich Huslage.

Seit 1984 (damals etwa 2050 Katholiken) hat die Gemeinde Erhard Bögershausen als Pfarrer. Rodenkirchen kam mit etwa 400 bis 500 Katholiken hinzu. Heute zählt die Gemeinde in Nordenham etwa 1800 und in Rodenkirchen etwa 450 Katholiken. Auch Außenstehende schätzen die Offenheit und die Freude im Glauben.

Das Jubiläumsjahr „100 Jahre St. Willehad Nordenham“ beginnt nicht erst 2009, sondern mit dem neuen Kirchenjahr, also mit dem 1. Advent. An den vier Adventssonntagen werden im Anschluss an den um 10.30 Uhr beginnenden Gottesdienst gegen 11.15 Uhr in der Willehadkirche Adventsreden zum Jubiläumsmotto gehalten. Sie dauern jeweils etwa 30 Minuten. Zum Auftakt am Sonntag, 30. November, spricht Bürgermeister Hans Francksen. Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an.

Die zweite Adventsrede hält am 2. Adventssonntag (7. Dezember) Dr. Heiko Hansen. Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern ist als Protestant in Cloppenburg und Oldenburg aufgewachsen. Bis 2001 war er leitender Arzt der Inneren Abteilung der Wesermarsch-Klinik. Seither ist er 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Wesermarsch-Klinik.

Der Geschäftsführer der Xstrata Zink GmbH, Dr. Rainer Menge, spricht am 3. Adventssonntag (14. Dezember). Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an.

Die vierte Adventsrede in St. Willehad hält am 4. Adventssonntag (21. Dezember) Henriette Eichner. Sie ist katholisch, Mutter von zwei Kindern und seit 1990 Geschäftsführerin des Kreiscaritasverbandes. Das im Juni 2007 eröffnete Mehrgenerationenhaus in Nordenham ist wesentlich ihr Werk.

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