Abbehausen Um die Lebensverhältnisse der Menschen in den Marschen in früheren Zeiten geht es beim nächsten heimatkundlichen Klönabend des Rüstringer Heimatbundes. Er findet am Dienstag, 3. September, ab 19.30 Uhr in der Gaststätte Butjadinger Tor in Abbehausen statt. Der Eintritt ist frei. Referent ist Professor Dr. Hansjörg Küster, der Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes.

In der unbedeichten Marsch ließ es sich nur dann dauerhaft leben, wenn die Bewohner bestimmte Güter, die es bei ihnen nicht gab, importieren konnten. Sie bauten wohl etwas Getreide an, aber sicher war es für die Grundversorgung nötig, zusätzliches Korn einzuführen. Sie mussten sich außerdem Holz beschaffen, denn in der unbedeichten Marsch wachsen keine Bäume.

Die Marschbewohner hatten dafür aber exzellente Viehweiden und Zugang zu den Fischgründen der Flüsse und der Nordsee. Sie boten also Fleisch und Fisch an, vor allem aber Wolle, Leder und Käse, und erhielten dafür Holz und Getreide. Als Händler waren sie durchaus erfolgreich.

Die Erfolgsgeschichte der Marschbauern fand ihre Fortsetzung nach dem Deichbau. Die jungen Böden der Köge waren extrem fruchtbar, und die Erträge der Felder übertrafen alle Erwartungen. Auf speziellen flachbodigen Schiffen wurden nun Lebensmittel in die Hansestädte transportiert. Der Referent kommt zu dem Schluss, dass die erfolgreichen Entwicklungen der Marschen und der Hansestädte miteinander verknüpft sind.

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