Norden Das Fahrrad gehört zum Urlaub in Norden und der umliegenden Küste dazu wie Fischbrötchen und die Tasse Ostfriesentee. Wo aber sollte man unbedingt mal hinfahren – oder wo vielleicht nicht, weil gerade Baustellen den Weg blockieren? Gibt es Geheimtipps? Hier eine kurze Auswahl.

Außendeichs in Richtung Greetsiel

Auf der Außenseite der Deiche, also direkt am Meer, dürfen Radfahrer offiziell nicht überall fahren – nicht zuletzt auch aus Gründen des Küstenschutzes, wenn dort Schafe unterwegs sind oder Vögel brüten. In Norden hat die Deichacht aber auch in diesem Jahr den Abschnitt zwischen Norddeich und Utlandshörn außendeichs für Radler freigegeben, mit einer kleinen Änderung: Anders als 2021 können Unternehmungslustige jetzt schon ab dem westlichen Ende der neuen Wasserkante in Norddeich auf den Weg vor dem Deich, nicht erst auf Höhe des Campingplatzes am Großen Krug. Grund dafür ist, dass dort die Ziegeleistraße längerfristig für Bauarbeiten komplett gesperrt wird, wie Rendant Johann Oldewurtel von der Norder Deichacht erklärt.

Übrigens: Wer ab Utlandshörn weiter Richtung Greetsiel fahren will, kann das für ein kurzes Stück auf weiter seeseitig machen. Vor der Leybuchtsieler Schleuse können Radfahrer dafür vom Lorenzweg abbiegen und auf der anderen Seite des Störebekerkanals fahren – aber nur für knapp vier Kilometer, weil dann der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer beginnt; über die Klappbrücke Leybucht geht es dann jedoch fast direkt zum Greetsieler Hafen.

Grüne Idylle zum Verweilen: Der Schlosspark Lütetsburg ist ein ideales Reiseziel – oder Zwischenstopp – für Fahrradfahrer im Raum Norden. Bild: Schlosspark Lütetsburg

Schlosspark Lütetsburg – und dann?

Viele Radtouren im Norderland haben den Schlosspark in Lütetsburg zum Ziel oder machen dort Zwischenstopp. Aus gutem Grund: Die 30 Hektar große Anlage mit Rhododendren und Azaleen hat schon den Schriftsteller Theodor Fontane inspiriert und gilt als Vorzeige-Parklandschaft der Region. Wo aber von dort aus weiterradeln? Schlosspark-Chefin Lea Bauer rät: „Wenn man aus Richtung Norden kommt, kann man in Lütetsburg durch den Forst in Richtung Neßmersiel weiterfahren. Dann sieht man den ganzen Wald und hat eine schöne landschaftliche Abwechslung, wenn es weiter zum Deich geht.“ In Richtung Hage und Berumbur lässt sich per Rad auch gut ein weiter Bogen über Marienhafe und zurück fahren, weiß Bauer. Die Navigation sei dank des ausgeschilderten Knotenpunktsystems denkbar einfach.

Geselliges Fahrradfahren: Der ADFC Norden bei einer Tour nach Hilgenriedersiel im Juni. Bild: ADFC Norden

Feierabend- und Sonderfahrten mit dem ADFC

Wer statt nach Knotenpunkten lieber in einer größeren Gruppe radeln möchte, kann sich alternativ auch einer der Touren des ADFC Norden anschließen: Immer mittwochs starten bei gutem Wetter vom Hotel zur Post (Am Markt 3) aus die Feierabendtouren, die etwa 20 bis 30 Kilometer weit auf verkehrsarmen Wegen durch die Region führen. Für Nichtmitglieder kostet die Teilnahme 2 Euro. Der ADFC bietet zudem auch besondere Fahrten an wie beispielsweise am Sonntag, 24. Juli, wo es auf insgesamt 70 Kilometern über Aurich bis zum „Ostfriesland-Äquator“ geht. Weiter Infos und Tipps gibt es auf der Webseite des ADFC Norden.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Norden
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